Neue Bundesregierung
: Klingbeil, Pistorius & Co. - So könnte die  Regierung von Kanzler Merz aussehen

Wie sieht die neue Bundesregierung aus? Für die zahlreichen Ministerposten kursieren aktuell jede Menge Namen. Und das sind die heißesten Kandidaten.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Bundestag: 11.02.2025, Berlin: Am Ende der letzten regulären Sitzung des Bundestages vor der Bundestagswahl steht die Tasche von Bundeskanzler Scholz auf dem Kanzlersessel der Regierungsbank. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Regierungsbank im Bundestag wartet auf seine neuen "Besitzer". Welche Namen sind für die Ministerposten der künftigen Bundesregierung im Gespräch?

Kay Nietfeld/dpa
  • Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD steht, Regierungsbildung für April 2025 geplant.
  • Friedrich Merz wahrscheinlich Kanzler, neue Ministerien geplant, darunter ein Digitalministerium.
  • SPD, CDU, CSU stellen Minister, Thorsten Frei als Chef des Bundeskanzleramts gehandelt.
  • Namen der Kandidaten: Klingbeil (Finanzen), Wadephul (Außen), Dobrindt (Innen), Pistorius (Verteidigung).
  • Weitere Kandidaten: Bas (Arbeit), Eichwede (Justiz), Sinemus (Digital), Scharrenbach (Infrastruktur).

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 9. April 2025 ist mit dem Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD ein inhaltlicher Fahrplan für die wahrscheinlich nächste Bundesregierung vorgestellt worden. Doch wer soll sie umsetzen? Wie heißen die zukünftigen Minister in Berlin? Hier gibt es die Namen der heißesten Kandidaten:

Wie viele Ministerien gibt es und wie viele Ministerposten sind geplant?

Vorbehaltlich der Zustimmung zum Koalitionsvertrag will die neue Regierung die Zahl der neuen Ministerien mindestens erhalten. Der wohl künftige Kanzler Friedrich Merz will erklärtermaßen ein eigenständiges Digitalministerium schaffen. Der Bereich bildet derzeit zusammen mit Verkehr ein Ressort. Es gilt als wahrscheinlich, dass die CDU neben dem Kanzler sechs Fachministerinnen und Fachminister stellt. Die CSU soll drei Ministerien bekommen und die SPD sieben. Hinzu kommt der Chef des Bundeskanzleramts. Er hat den Rang eines Bundesministers, aber keinen eigenen Geschäftsbereich. Als wahrscheinlicher Kandidat wird schon lange der CDU-Mann Thorsten Frei gehandelt, bisher Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion.

Diese Namen werden für die Ministerien gehandelt

Aktuell wollen sich die künftigen Koalitionspartner bei den Personalfragen noch nicht in die Karten schauen lassen. Jetzt soll erstmal inhaltlich über den Entwurf eines Koalitionsvertrages diskutiert werden. Trotzdem gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Namen, die als heiße Kandidaten für die einzelnen Ministerposten gehandelt wurden. Das sind:

Finanzministerium

Starker Mann bei den Sozialdemokraten ist Partei- und Fraktionschef Lars Klingbeil. Er hat immer wieder durch Positionierungen in der Außen- und Sicherheitspolitik auf sich aufmerksam gemacht. Für die SPD könnte allerdings nun das Finanzministerium besonders interessant sein. Denn nach dem auf ihr Drängen vereinbarten Sondervermögen für Infrastruktur würde der Finanzminister bei der Verteilung der 500 Milliarden Euro ein gewichtiges Wort mitreden.

Außenministerium

Für das Amt des neuen Außenministers ist der CDU-Außenpolitiker Johann Wadephul im Gespräch. Teils wurde in den vergangenen Wochen aber auch der gescheiterte Unions-Kanzlerkandidat von 2021, Armin Laschet, für den Posten gehandelt.

Innenministerium

Innenminister dürfte nach Informationen mehrerer Medien der bisherige CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt werden.

Wirtschaftsministerium

Als Wirtschaftsminister dürfte der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als gesetzt gelten.

Verteidigungsministerium

In Berlin wird damit gerechnet, dass der populäre Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine weitere Amtszeit als Verteidigungsminister erhält.

Arbeitsministerium

Nach den „FAZ“-Informationen könnte Ex-Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) statt Hubertus Heil Arbeitsministerin werden.

Justizministerium

Für das Amt der Justizministerin ist die Bundestagsabgeordnete und Richterin Sonja Eichwede (SPD) im Gespräch.

Entwicklungsministerium

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) könnte ihren Job behalten.

Neues Digitalministerium

Bundesdigitalministerin könnte laut „FAZ“ die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) werden.

Infrastrukturministerium

Verkehr könnte Medienberichten zufolge womöglich mit dem Baubereich in einem großen Infrastrukturministerium gebündelt werden. Als Ministerin ist hier der Zeitung zufolge die nordrhein-westfälische Bauministerin Ina Scharrenbach von der CDU im Gespräch.

Familienministerium

Nach einer unbestätigten Kabinettsliste könnte laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ die CDU das Umweltressort mit Andreas Jung besetzen.

Umweltministerium

Das Familienministerium könnte an die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher gehen.

Landwirtschaftsministerium

Neuer Landwirtschaftsministerin in Berlin könnte die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) werden.

Bildungsministerium

Für das Bildungsministerium wird der Name Dorothee Bär - stellvertretende Parteichefin der CSU - gehandelt.

Gesundheitsministerium

Der bisherige gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge, könnte in der neuen Regierung Gesundheitsminister werden.