Nato und Donald Trump: Wie geht es nach der US-Wahl 2024 weiter?

Donald Trump und Mark Rutte (Generalsekretär der NATO, zur Zeit des Fotos noch niederländischer Ministerpräsident).
Carolyn Kaster/AP/dpa- Donald Trump gewinnt die US-Wahl 2024 und wird der 47. Präsident.
- NATO-Mitglieder sind unsicher über Trumps NATO-Politik.
- Trump fordert erneut höhere Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten.
- NATO-Generalsekretär Rutte ist optimistisch über den Verbleib der USA.
- Europa hat Verteidigungsausgaben bereits erheblich gesteigert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Donald Trump geht aus der US-Wahl 2024 als Sieger hervor und wird der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Während seiner vorherigen Amtszeit als US-Präsident äußerte er sich oft kritisch über die NATO. Worauf müssen sich die Mitgliedsstaaten der NATO jetzt einstellen?
Nato-Generalsekretär Mark Rutte gratuliert Donald Trump
Auf X, ehemals Twitter, teilte der neue NATO-Generalsekretär Mark Rutte seine Glückwünsche an Trump: „Ich habe gerade Donald Trump zu seiner Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gratuliert. Seine Führungsstärke wird erneut der Schlüssel zur Erhaltung der Stärke unseres Bündnisses sein. Ich freue mich darauf, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten, um den Frieden durch Stärke zu fördern.“
US-Wahl 2024: Donald Trump und die Nato
Trump sprach öffentlich und auch in internen Kreisen in der Vergangenheit darüber, die USA möglicherweise aus der NATO zurückzuziehen, wenn die anderen Mitgliedstaaten nicht mehr Verantwortung übernehmen würden. Obwohl er die USA nie tatsächlich aus der NATO herausführte, sorgten seine wiederholten Äußerungen über einen möglichen Austritt für Spannungen und Unsicherheit innerhalb des Bündnisses. Der Ausgang der US-Wahl 2024 wurde deshalb auch von den Mitgliedsstaaten der NATO mit Spannung erwartet.
Trump prangerte laut der Deutschen Presse-Agentur im Wahlkampf 2024 zwar erneut an, dass ein Teil der europäischen Alliierten die Bündnisziele bei den Verteidigungsausgaben verfehlt, wiederholte frühere Austrittsdrohungen allerdings nicht. Donald Trump weckte dennoch Zweifel daran, ob die USA unter seiner Führung uneingeschränkt zur Beistandsverpflichtung stehen. Im Frühjahr 2024 sagte er laut Tagesschau, dass er im Angriffsfall nur Ländern helfen würde, die „Rechnungen bezahlen“. Ansonsten würde er Wladimir Putin freie Hand gewähren.
Trump knüpfte die Zukunft der NATO häufig daran, dass die USA einen unverhältnismäßig großen Teil der NATO-Ausgaben trügen. Er forderte, dass die anderen Mitgliedstaaten ihre Verteidigungsausgaben auf mindestens 2 % ihres Bruttoinlandsprodukts erhöhen sollten, wie es das NATO-Ziel vorsieht. In der Nato wird laut dpa in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass viele europäische Alliierte ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert haben. Waren es zu Trumps ersten Amtsantritt nur 4 Staaten, welche dieses Ziel erreichten, sind es laut n-tv mittlerweile 23. Auch Deutschland ist inzwischen bei den zwei Prozent Anteil der Militärausgaben an der Wirtschaftsleistung angekommen, die Trump in seiner ersten Amtszeit vehement eingefordert hat.
Wie genau Donald Trump mit der Nato in seiner nächsten Amtszeit verfahren wird, ist aktuell noch nicht abzusehen. Innerhalb der Nato hieß es vor der Wahl, man müsse sich Trump-sicher machen. Für den Extremfall, dass Trump die USA aus der NATO herausführen oder amerikanische Truppen in großer Zahl aus Europa abziehen würde, könne man sich laut Marco Overhaus, USA-Experte in der Stiftung Wissenschaft und Politik, jedoch nur sehr schwer vorbereiten. Der neue NATO-Generalsekretär Rutte hat sich nach Angaben des Deutschlandfunkes optimistisch zu einem Verbleib der USA in dem Verteidigungsbündnis unter Trump geäußert. Laut ihm stehe der 47. Präsident der USA hinter der Nato.
