Nationalpark in Deutschland
: 10 Nationalparks, die man einmal gesehen haben muss

Diese zehn Nationalparks in Deutschland gehören auf die Reiseliste.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Ulm
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Ein Wanderer steht auf der Plattform an der Viktoria–Sicht: Hoch über der Ostsee: Von der Plattform an der Viktoria-Sicht aus ist der Blick auf die berühmten Kreidefelsen von Rügen beeindruckend. (zu dpa: «Caspar David Friedrich: Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern») Foto: Jens Büttner/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Diese 10 Nationalpark in Deutschland sollte man einmal gesehen haben.

Jens Büttner/dpa

Insgesamt kann die Bundesrepublik mit 16 Nationalparks glänzen. Die zehn schönsten Nationalparks, wo sie sind und was sie einzigartig macht, in einer Liste.

1. Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

ARCHIV - Blick bei Niedrigwasser auf das Wattenmeer und den Leuchtturm von Westerhever an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste (Foto vom 16.06.2009). Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Am 1. Oktober 1985 wurde Deutschlands größter Nationalpark per Gesetz Realität. Foto: Carsten Rehder/dpa (zu dpa «Nationalpark Wattenmeer feiert 30-jähriges Jubiläum» vom 28.03.2015) +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Carsten Rehder/dpa

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist der größte Nationalpark zwischen Nordkap und Sizilien, wie es auf der Webseite des Nationalparks heißt. Das Wattenmeer ist das Gebiet in Mitteleuropa mit den meisten Vögeln. Auf dem Ostatlantischen Zugweg der Küstenvögel rasten jedes Jahr 10 bis 12 Millionen Zugvögel in dem Nationalpark. Außerdem prägen Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale das Bild des Wattenmeers. Es erstreckt sich zwischen dänischer Grenze und der Elbmündung bei Cuxhaven entlang der Küste.

Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gibt es rund zwanzig Info-Häuser mit und viele Informationspavillons und -tafeln. Jedes Jahr werden über 5000 Exkursionen durchgeführt.

2. Nationalpark Schwarzwald

ARCHIV - Von einem Aussichtspunkt in Oppenau (Baden-Württemberg) im Renchtal ist am 08.07.2015 der Schwarzwald zu sehen. Foto: Daniel Naupold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Schwarzwald

Daniel Naupold/dpa

Der Nationalpark Schwarzwald ist der einzige Nationalpark in Baden-Württemberg. Besucher können wandern, Rad fahren, übernachten, von einem Ranger geführt werden, reiten. Im Winter werden Teile des Nationalparks gesperrt, um Ruhezonen zu erschaffen. Trotzdem kann man auch im Winter im Nationalpark Schwarzwald unterwegs sein. Besucherinnen und Besucher können rodeln, langlaufen, mit Schneeschuhen wandern oder auf den Winterwanderwegen unterwegs sein. Das ganz Jahr über finden auch viele Workshops, Führungen, Seminare und Exkursionen statt.

3. Nationalpark Müritz

ARCHIV - 16.05.2000, Mecklenburg-Vorpommern, Röbel:  Die Luftaufnahme zeigt die Stadt Röbel am Westufer der Müritz. Das Nationalparkamt Müritz informiert am 01.02.2018 über die Wildnisentwicklung und den Tourismus der Region. Foto: Bernd Wüstneck/Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Müritz

Bernd Wüstneck/dpa

Der Nationalpark Müritz ist Deutschlands größter Waldnationalpark und umfasst 107 Seen – auch die Müritz gehört am Ostufer zu dem Nationalparkgebiet. Der Park soll die typisch mecklenburgischen Wald- und Seenlandschaft im norddeutschen Tiefland östlich der Müritz schützen. Dreiviertel der Wälder sind Kiefernwälder und der Rest sind besonders alte Buchenwälder. Die 400 Moore auf dem Gebiet, machen den Nationalpark einzigartig. Die vielzähligen Aussichtsplattformen, Info-Tafeln und Ausstellungen helfen Besucherinnen und Besuchern, sich zurechtzufinden.

4. Nationalpark Sächsische Schweiz

Sonnenlicht fällt am Morgen auf die herbstlich gefärbten Bäume im Nationalpark Sächsische Schweiz nahe der 1851 gebauten Basteibrücke. Im Hintergrund ist der Lilienstein zu sehen. +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Sächsische Schweiz

Robert Michael/dpa

Der Nationalpark Sächsische Schweiz lieg im Elbsandsteingebirge und besteht zu 90 Prozent aus Wald – besonders Kiefern- und Buchenwälder. Durch den Park ziehen sich Fließgewässer, wie die Kirnitzsch mit ihren Nebengewässern. Besonders am Rand des Parks sind Wiesen, Weisen und Äcker zu finden. Die Landschaft im Elbsandsteingebirge ist mit den Felsrevieren, Tafelbergen und Sandsteinfelsen europaweit einzigartig. Neben der atemberaubenden Natur gibt es in dem Nationalpark neben Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen auch Lehrpfade und Erlebnisorte.

5. Nationalpark Unteres Odertal

27.09.2018, Brandenburg, Mescherin: Stare fliegen im Sonnenuntergang über die Westoder. Im unteren Odertal befindet sich einer der größten Kranichschlafplätze des Binnenlandes. Bis zu 15.000 der majestätischen Vögel übernachten im polnischen Zwischenoderland, einer urwüchsigen Flussauenlandschaft zwischen West- und Ostoder. Alle Jahre wieder, wenn der Herbst naht, ziehen in den frühen Abendstunden tausende Kraniche zu ihren Schlafplätzen an der Oder. Den Tag über haben sie auf den Feldern nach Nahrung gesucht, speziell auf den abgeernteten Maisfeldern der Umgebung. Jetzt ist ihr Ziel, ein gut geschützter Schlafplatz in den unzugänglichen Poldergewässern zwischen Ost- und Westoder. Vom 28. September bis 07. Oktober feiert die Stadt Gartz (Oder) zum 13. Mal ihre Internationale Kranichwoche. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Unteres Odertal

Patrick Pleul/dpa

Das Untere Odertal ist Deutschlands einziger Auennationalpark und das erste Großschutzgebiet mit Polen. Er liegt in Brandenburg in den Landkreisen Barnim und Uckermark an der Grenze zu Polen. In dem Park befindet sich die einzige intakte Polder-Landschaft Deutschlands und bietet Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere.

6. Nationalpark Harz

ARCHIV - Blick in das eingeschnittene Tal des Flusses Bode am nördlichen Harzrand bei Thale (Landkreis Quedlinburg, Foto vom 02.10.2006). Um 300 Meter überragen die legendären Felsen der Roßtrappe (l) und der des Hexentanzplatzes (r) den Hirschgrund. Der Nationalpark Harz ist zu Deutschlands schönstem Wald-Naturwunder gewählt worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Abstimmung im Internet, an der sich rund 8000 Menschen beteiligten. Der Harz hatte von 19 zur Wahl stehenden Waldgebieten mit rund 20 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Foto: Jens Wolf dpa/lni/lah (zu lni 0255 und lah 4142 vom 14.09.2010) ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Harz

Jens Wolf/dpa

Der Nationalpark Harz ist ein Waldnationalpark und umfasst ungefähr zehn Prozent der Gesamtfläche des Harzes rund um den Brocken, von Herzberg im Süden bis Bad Harzburg und Ilsenburg (Harz) im Norden. Die Fichten- und Buchenwälder, Moore, Granitklippen und Bergbäche bestimmen das Landschaftsbild im Harz.

7. Nationalpark Kellerwald-Edersee

Blick über den nordhessischen Edersee bei Bringhausen auf den Kellerwald (Archivbild vom 05.08.2004). Der Nationalpark "Kellerwald-Edersee" wurde vor 100 Tagen eröffnet. Hessens einziger Nationalpark wird von den Besuchern gut angenommen. Auch die Bevölkerung aus der Region, die dem Projekt jahrelang kritisch gegenüberstand, entdeckt den Wald bei von Rangern geführten Wanderungen neu. Foto: Uwe Zucchi dpa/lhe (zu lhe-Korr.: "Nationalpark Kellerwald zieht positive 100-Tage-Bilanz" vom 31.08.2004) +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Uwe Zucchi/dpa

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee liegt im Nordteil des Mittelgebirges Kellerwald im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Mitten in dem Park findet man den Edersee. Seit 2011 ist das Buchenwaldgebiet des Nationalparks Teil einer UNESCO-Weltnaturerbestätte. Der niedrigste Punkt des Nationalparks liegt am Rand des Eder­tals beim Ortsrand von Affoldern auf 194 Metern und seine höchste Stelle mit 626,4 Metern auf dem Traddelkopf.

8. Nationalpark Bayerischer Wald

Eine Wanderin genießt den Blick vom 1456 Meter hohen Großen Arber bei Bayerisch Eisenstein (Lkr. Regen) auf die Höhenzüge des Bayerischen Waldes (Archivbild vom 11.08.2000). Mit einem großen Festprogramm ist am Samstag (07.10.2000) der 30. Geburtstag des ältesten Nationalparks in Deutschland gefeiert worden. Der Nationalpark Bayerischer Wald entwickelte sich seit seiner Einweihung zu einem naturbelassenen Urwald. Er erstreckt sich auf einer Fläche von 24 300 Hektar zwischen Bayerisch Eisenstein und Finsterau, direkt entlang der Grenze zu Tschechien. 1997 war er um 11 000 Hektar erweitert worden und gilt seither zusammen mit dem Böhmischen Wald als größtes zusammenhängendes Waldgebirge Mitteleuropas. dpa/lby (Digitale Fotografie - dpa 0163 am 08.10.2000) +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Bayerischer Wald

Stefan Kiefer/dpa

Der Nationalpark Bayerischer Wald liegt im inneren Bayerischen Wald an der tschechischen Grenze und ist Deutschlands ältester Nationalpark. Der Park gilt, zusammen mit dem benachbarten Nationalpark Šumava, als die größte zusammenhängende Waldschutzfläche Mitteleuropas. Geschützt werden im Bayerischen Wald Bergmischwälder aus Tannen, Buchen und Fichten, Bergfichtenwälder, Aufichtenwälder in den Tälern, Hochmoore und einige Urwaldreste.

9. Nationalpark Jasmund

Felsbrocken und Bäume liegen am Montag (02.07.2012) am Strand und im Wasser der Ostsee nach einem Küstenabbruch auf der Insel Rügen. Nach starken Regenfällen ist es am Wochenende im Nationalpark Jasmund auf Rügen zu einem Küstenabbruch gekommen. Rund 2000 Kubikmeter Geschiebemergel seien nördlich von Sassnitz in die Ostsee gestürzt. Seit Jahresbeginn hatte das Nationalparkamt an den Steilküsten Warnschilder aufstellen lassen, nachdem an Weihnachten 2011 ein zehnjähriges Mädchen bei einem Küstenabbruch am Kap Arkona ums Leben gekommen war. Die Schilder werden allerdings immer wieder von Urlaubern, aber auch Einheimischen ignoriert. Foto: Stefan Sauer dpa/lmv ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Jasmund

Stefan Sauer/dpa

Der Nationalpark Jasmund liegt auf der Ostseeinsel Rügen und ist Deutschlands kleinster Nationalpark. Ein Teil des Buchenwalds im Nationalpark Jasmund gehört zum UNESCO-Welterbe. Jasmund umfasst den mit Buchenwald bestockten Höhenrücken der Stubnitz, die Kreide-Kliffküste, einen in die Ostsee hineinragenden Wasserstreifen sowie die Quoltitzer Kreidebrüche, Wiesen, Moore und Trockenrasen.

10. Nationalpark Eifel

Das undatierte Archivfoto zeigt den Urftsee, der Mittelpunkt des ersten Nationalparks in Nordrhein-Westfalen wird. Am 11. Januar 2004 wird das neue Naturreservat offiziell von 110 Quadratkilometer Größe an der deutsch-belgischen Grenze eröffnet. Foto: Nationalpark Eifel dpa/lnw (Zum dpa/lnw-Themenpaket Eifel am 28.12.2003) +++ dpa-Bildfunk +++

Nationalpark Eifel

picture-alliance / dpa/dpaweb

Der Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark in Nordrhein-Westfalen und liegt im Norden der Eifel zwischen Nideggen im Norden, Gemünd im Süden und der belgischen Grenze im Südwesten. Geschützt wird der Hainsimsen-Buchenwald, der in Teilen in der Nordeifel erhalten geblieben ist und ursprünglich den überwiegenden Teil der Eifel und große Teile Mitteleuropas bedeckte.