Mondlandung: Nasa lässt gleich drei Firmen neue Mondfahrzeuge entwickeln

So sah ein Mondfahrzeug 1971 aus: US-Astronaut James B. Irwin neben dem "Mondauto" während der Apollo 15 Mission (26.07. bis 07.08.1971). Jetzt hat die Nasa die Entwicklung von neuen Mondfahrzeugen in Auftrag gegeben.
DB Nasa/dpaDie Rückkehr von Menschen auf den Mond hat den nächsten Schritt gemacht. Die US–Raumfahrtbehörde Nasa hat jetzt gleich drei Firmen damit beauftragt, ein neues Mondfahrzeug zu entwickeln.
Diese drei Firmen entwickeln neue Mondfahrzeuge
Die privaten Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines, Lunar Outpost und Venturi Astrolab seien für den insgesamt 4,6 Milliarden Dollar (etwa 4,3 Milliarden Euro) umfassenden Auftrag ausgewählt worden, teilte die Nasa am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit.
Jedes der drei Unternehmen soll nun erst einmal ein Jahr lang an einem Prototyp arbeiten, bevor entschieden werden soll, welches Fahrzeug wie und wann zum Mond geschickt wird. Die Firmen arbeiten alle schon länger in ähnlichen Bereichen. Intuitive Machines war im Februar die erste unbemannte kommerzielle Landung auf dem Mond gelungen.
Mit den sogenannten „Lunar Terrain Vehicles“ sollen sich Astronauten und Astronautinnen künftig auf der Mondoberfläche fortbewegen. Die Fahrzeuge müssen unter anderem die extremen Bedingungen auf dem Mond aushalten können, außerdem gibt es hohe Anforderungen unter anderem an Stromversorgung, autonomes Fahren, Kommunikation und Navigation.
„Diese Fahrzeuge werden die Fähigkeit der Astronauten sehr vergrößern, die Oberfläche des Mondes zu erkunden und dort zu forschen“, sagte Vanessa Wyche, Chefin des Johnson Space Center der Nasa in Houston. „Gleichzeitig werden sie zwischen den bemannten Missionen eine wissenschaftliche Plattform sein“, so Wyche laut Nachrichtenagentur dpa.
Wann starten die nächsten Nasa–Missionen zum Mond?
Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten „Artemis“-Programm will die Nasa erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen auf den Mond bringen — darunter auch den ersten nicht weißen Menschen und die erste Frau. Das langfristige Ziel von „Artemis“ ist die Errichtung einer permanenten Mondbasis als Grundlage für Missionen zum Mars.
Die eigentlich für November 2024 geplante bemannte Mondumrundung „Artemis 2“ musste die Nasa allerdings gerade wegen Problemen mit Rakete und Raumschiff auf September 2025 verschieben, die geplante bemannte Mondlandung „Artemis 3“ auf September 2026. Konkurrenzdruck gibt es dabei von China, das bis 2030 Menschen auf den Mond bringen will.
Quellen:
- Video zur Nasa–Pressekonferenz
- Website von Intuitive Machines
- Infos zum Mondfahrzeug von Lunar Outpost
- Mitteilung von Venturi Astrolab zur Nasa–Entscheidung
