Countdown für einen der traditionsreichsten Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht: Tausende Narren starteten um 8.00 Uhr in Rottweil den Narrensprung. Etwa 4200 Hästräger hüpften und tanzten durch die älteste Stadt Baden-Württembergs und vollführten mit Stangen wilde Sprünge. Der Narrensprung gilt als einer der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fasnet und zieht zehntausende Besucher an.

Narren hüpfen und laufen durch Rottweil

Durch das Schwarze Tor strömten die Narren los durch die Stadt. Nur wer ordentlich gekleidet ist, darf überhaupt mitlaufen. Mitglieder der Narrenzunft kontrollieren die Hästräger streng, denn sie sind stolz auf die große Tradition ihrer Fasnet.

Diese bringen sie schon den Kleinsten bei. Das „Aufsagen“ ist zum Beispiel eine Rottweiler Tradition, die schon Kinder beherrschen. In einem Narrenbuch werden lustige Geschichten aus dem Stadtgeschehen aufgemalt und dann zur Fasnet wieder erzählt. Ab drei Jahren dürfen die Kinder, anders als bei vielen Zünften, schon mit einer Maske, der sogenannten „Larve“, beim Narrensprung mitlaufen.

Die kleine Ida-Marie ist drei Jahre alt und narrt heute zum ersten Mal.
© Foto: Kathrin Kammerer

Da-Bachna-Fahrt in Schramberg

Nach vier Stunden Umzug hat der Sprung ein Ende. Die Narren trotzten dem Regen und den Sturmböen.

Diejenigen, die es noch nasser mögen, kamen am Mittag (13.00 Uhr) in Schramberg (Kreis Rottweil) zusammen: Bei der „Da-Bach-na-Fahrt“ fuhren die Narren mit bunt geschmückten Holzzubern die Schiltach hinunter.

Nach dem Sprung ziehen die Narren traditionsgemäß bis 18 Uhr durch die Rottweiler Lokale, um ihre Sprüche aufzusagen. Die Rottweiler Fastnacht gilt als eine der ältesten im Südwesten. Laut Narrenzunft liegen ihre Anfänge im späten Mittelalter.

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