Narkosemittel tötet Patientin
: Notarzt wegen Totschlags vor Gericht

Ein Notarzt soll einer Patientin grundlos das Narkosemittel Propofol gespritzt haben. Die Frau starb. Jetzt steht der Mann vor Gericht. Auch anderen Patienten soll er das Mittel gegeben haben.
Von
dpa
München
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Außenansicht des Strafjustizzentrums München. Hier muss sich ein Notarzt verantworten, der mit einer falschen Medikamentengabe den Tod einer Frau verursacht haben soll.

Lukas Barth/dpa
  • Notarzt vor Gericht: Er soll eine Patientin grundlos mit Propofol gespritzt haben.
  • Nach der Gabe brachen Atmung und Kreislauf zusammen – die Frau starb nach elf Tagen.
  • Der 65-Jährige war 2017 bis 2018 im Tegernseer Tal und in Holzkirchen im Einsatz.
  • Anklage wirft ihm 14 weitere Propofolgaben ohne medizinischen Grund vor.
  • Prozess am Landgericht München II beginnt am Dienstag um 9.30 Uhr und soll bis Mitte August dauern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weil er den Tod einer Patientin durch eine unnötige Medikamentengabe verursacht haben soll, muss sich ein Notarzt ab Dienstag (9.30 Uhr) wegen Totschlags vor dem Landgericht München II verantworten. Der 65-Jährige fuhr zwischen 2017 und 2018 Rettungseinsätze im Bereich Tegernseer Tal und Holzkirchen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft spritzte er einer Frau im April 2018 nach einem Oberschenkelhalsbruch das Narkosemittel Propofol, obwohl es dafür keinen Anlass gab.

In der Folge brachen Atmung und Kreislauf bei der Frau zusammen. Sie erlitt schwere Hirnschäden und starb nach elf Tagen auf einer Intensivstation. Der Arzt ist auch wegen 14 weiterer Propofolgaben an Patienten angeklagt, für die es keinen medizinischen Grund gegeben haben soll. In den meisten Fällen erlitten die Opfer der Anklage zufolge keine Spätschäden. Das Verfahren soll bis Mitte August dauern.