Nächster Streik in NRW
: Wann und wo droht der ÖPNV zum Erliegen zu kommen?

Verdi bestreikt in Kürze erneut den Nahverkehr in NRW. Worauf müssen sich Fahrgäste jetzt einstellen?
Von
David Hahn
Düsseldorf
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Warnstreiks im Nahverkehr: ARCHIV - 14.02.2023, Nordrhein-Westfalen, Köln: Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. Die Warnstreiks im Nahverkehr von NRW starten am Niederrhein schon am Donnerstag. (zu dpa: «Noch kein Tarifabschluss im NRW-Nahverkehr») Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. In Nordrhein-Westfalen ist der nächste Warnstreik im Nahverkehr angekündigt.

Oliver Berg/dpa

In Nordrhein-Westfalen müssen sich Fahrgäste erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag und Dienstag, 16. und 17. März 2026, einen landesweiten Warnstreik im kommunalen ÖPNV angekündigt. Betroffen sind von der Tarifrunde rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsunternehmen. Vor allem am zweiten Streiktag könnte der Nahverkehr in vielen Städten nahezu vollständig zum Erliegen kommen.

Warnstreik in NRW: Zwei Tage Arbeitsniederlegung im Nahverkehr

Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Nachdem auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber vorgelegt wurde, ruft die Gewerkschaft zu einer zweitägigen Arbeitsniederlegung auf. Der Streik ist in zwei Phasen organisiert:

  • Montag, 16. März 2026: Beschäftigte in Verwaltungen und Kundenzentren der Verkehrsunternehmen legen die Arbeit nieder.
  • Dienstag, 17. März 2026: Bus- und Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer treten in den Warnstreik.

Besonders am Dienstag dürfte der Streik für Fahrgäste deutlich spürbar werden: Busse und Straßenbahnen sollen von der frühesten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht weitgehend stillstehen.

Welche Städte und Verkehrsmittel sind betroffen?

Nach Angaben von ver.di wird der Streik landesweit alle Regionen Nordrhein-Westfalens betreffen. Fahrgäste müssen daher in vielen Städten mit Ausfällen rechnen. Betroffen sind insbesondere Busse, Straßenbahnen und Stadtbahnen der kommunalen Verkehrsunternehmen.

Am 16.03. streiken die Verwaltungen/Kundenzentren folgender Nahverkehrsunternehmen:

  • Rheinbahn AG
  • Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Remscheid GmbH
  • Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Solingen GmbH
  • NEW mobil + aktiv MG GmbH
  • NEW mobil + aktiv Viersen GmbH
  • Hagener Straßenbahn AG
  • BOGESTRA
  • Straßenbahn Herne Castrop Rauxel
  • Vestische Straßenbahnen GmbH
  • Kölner Verkehrs-Betriebe AG
  • Ruhrbahn GmbH (früher EVAG Essener Verkehrs-AG)
  • moBiel GmbH
  • Dortmunder Stadtwerke AG

am 17.03. wird der Fahrdienst folgender Betriebe bestreikt:

  • Rheinbahn AG
  • Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Remscheid GmbH
  • Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Solingen GmbH
  • WSW mobil GmbH
  • NEW mobil + aktiv MG GmbH
  • NEW mobil + aktiv Viersen GmbH
  • Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG NIAG
  • Hagener Straßenbahn AG
  • MVG Märkische Verkehrsgesellschaft
  • Sander Reisen
  • Suerlänner GmbH
  • Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr
  • VWS Verkehrsbetriebe Westfalen Süd GmbH
  • BOGESTRA
  • Straßenbahn Herne Castrop Rauxel
  • Vestische Straßenbahnen GmbH
  • Beteiligungsgesellschaft des Kreis Düren
  • Kölner Verkehrs-Betriebe AG
  • Rurtalbus GmbH
  • Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (einschließlich Fahrbetrieb Bonn GmbH)
  • WestVerkehr GmbH
  • Ruhrbahn GmbH (früher EVAG Essener Verkehrs-AG)
  • STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH
  • STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH
  • moBiel GmbH
  • Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
  • Dortmunder Stadtwerke AG

Nicht Teil der Tarifrunde sind hingegen andere Bereiche des Bahnverkehrs. S-Bahnen und Regionalzüge sollen weiterhin fahren. Pendler könnten also teilweise auf den Schienenverkehr der Deutschen Bahn oder anderer Anbieter ausweichen.