Nächster Streik in Hessen
: Wann und wo drohen jetzt Ausfälle im ÖPNV?

Ver.di hat einen neuen Streik im ÖPNV in Hessen angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Co. jetzt einstellen?
Von
David Hahn
Wiesbaden
Jetzt in der App anhören
Straßenbahn in Frankfurt: ARCHIV - 13.01.2024, Hessen, Frankfurt/Main: Straßenbahnen fahren durch die Innenstadt von Frankfurt am Main.  (zu dpa: «Land und Verkehrsverbünde einigen sich auf Finanzierung») Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Straßenbahnen fahren durch die Innenstadt von Frankfurt am Main. In Kürze droht in Hessen ein neuer Streik.

Boris Roessler/dpa

Deutschland erlebt derzeit eine Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr. Zuletzt kam es bundesweit am 2. Februar zu Ausfällen aufgrund von Warnstreiks. Auch Hessen war davon betroffen. Ver.di hat jetzt erneut einen Warnstreik in dem Bundesland angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste im ÖPNV in Hessen einstellen? Die aktuellen Informationen (Stand 11.02.2026 um 13:00) gibt es hier im Überblick.

Streik in Hessen 2026: Massive Auswirkungen auf den ÖPNV

Ein Warnstreik der Gewerkschaft ver.di hat am Montag, den 2. Februar, den öffentlichen Nahverkehr in mehreren hessischen Städten stark beeinträchtigt. Rund 4.200 Beschäftigte kommunaler Verkehrsbetriebe waren zum Ausstand aufgerufen. Besonders betroffen waren Frankfurt, Wiesbaden und Kassel, Auswirkungen gab es auch im Kreis Groß-Gerau. Das Streikende war für Dienstag mit Beginn der Frühschicht geplant, Nachwirkungen waren jedoch möglich.

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2025, kam es bereits erneut in Bayern und Hamburg zu massiven Einschränkungen. Ab Donnerstagmorgen (12. Februar) soll der Betrieb vorerst wieder planmäßig laufen. Jetzt drohen auch in Hessen neue Ausfälle.

Nächster Warnstreik angekündigt

In Hessen sind für den ÖPNV laut ADAC weitere Warnstreiks von Ver.di angekündigt. Ein genaues Datum oder die Städte wurden „aus strategischen Gründen“ bisher noch nicht genannt. Feststehen soll jedoch bereits, dass der ÖPNV noch in dieser Woche (bis 15. Februar) bestreikt wird. Pendler in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel müssen daher kurzfristig mit Ausfällen rechnen und aktuelle Ankündigungen beachten. Fahrgäste sollen laut ver.di allerdings noch rechtzeitig informiert werden, damit sie sich auf Ausfälle einstellen können.

Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.