Nächster Streik in Hessen: Ist auch Wiesbaden betroffen? Wo am Freitag der ÖPNV stillsteht

In Kürze droht in Hessen ein neuer Streik im ÖPNV.
Andreas Arnold/dpaDeutschland erlebt derzeit eine Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr. Zuletzt kam es bundesweit am 2. Februar zu Ausfällen aufgrund von Warnstreiks. Auch Hessen war davon betroffen. Ver.di hat jetzt erneut einen Warnstreik in dem Bundesland angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste im ÖPNV in Hessen einstellen? Die aktuellen Informationen (Stand 12.02.2026 um 11:00) gibt es hier im Überblick.
Streik in Wiesbaden 2026: Massive Auswirkungen auf den ÖPNV
Ein Warnstreik der Gewerkschaft ver.di hat am Montag, den 2. Februar, den öffentlichen Nahverkehr in mehreren hessischen Städten stark beeinträchtigt. Rund 4.200 Beschäftigte kommunaler Verkehrsbetriebe waren zum Ausstand aufgerufen. Besonders betroffen waren Frankfurt, Wiesbaden und Kassel, Auswirkungen gab es auch im Kreis Groß-Gerau. Das Streikende war für Dienstag mit Beginn der Frühschicht geplant, Nachwirkungen waren jedoch möglich.
Am Mittwoch, dem 11. Februar 2025, kam es bereits erneut in Bayern und Hamburg zu massiven Einschränkungen. Seit Donnerstagmorgen (12. Februar) soll der Betrieb vorerst wieder planmäßig laufen. Jetzt drohen am Freitag auch in Hessen neue Ausfälle.
Nächster Warnstreik am Freitag: Wiesbaden betroffen?
Im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe in Hessen hat Verdi für Freitag einen weiteren Warnstreik angekündigt. Betroffen ist dieses Mal ausschließlich die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). In anderen Städten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt wird nicht gestreikt.
Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
