Nächster Streik in Hessen
: Ist auch der ÖPNV in Frankfurt betroffen?

Ver.di hat einen neuen Streik im öffentlichen Nahverkehr in Hessen angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Co. jetzt einstellen?
Von
David Hahn
Frankfurt am Main
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Eine Straßenbahn der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) überquert den Main auf der Ignatz–Bubis–Brücke (Aufnahme mit längerer Verschlusszeit und Mitzieher). Nach den Lokführern und dem Kabinenpersonal der Lufthansa werden ab Mittwoch die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr streiken.

Eine Straßenbahn der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) überquert den Main auf der Ignatz–Bubis–Brücke. In Kürze droht in Hessen ein neuer Streik.

Arne Dedert

Deutschland erlebt derzeit eine Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr. Zuletzt kam es bundesweit am 2. Februar zu Ausfällen aufgrund von Warnstreiks. Auch Hessen war davon betroffen. Ver.di hat jetzt erneut einen Warnstreik in dem Bundesland angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste im ÖPNV in Hessen einstellen? Die aktuellen Informationen (Stand 12.02.2026 um 11:00) gibt es hier im Überblick.

Streik in Frankfurt 2026: Massive Auswirkungen auf den ÖPNV

Ein Warnstreik der Gewerkschaft ver.di hat am Montag, den 2. Februar, den öffentlichen Nahverkehr in mehreren hessischen Städten stark beeinträchtigt. Rund 4.200 Beschäftigte kommunaler Verkehrsbetriebe waren zum Ausstand aufgerufen. Besonders betroffen waren Frankfurt, Wiesbaden und Kassel, Auswirkungen gab es auch im Kreis Groß-Gerau. Das Streikende war für Dienstag mit Beginn der Frühschicht geplant, Nachwirkungen waren jedoch möglich.

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2025, kam es bereits erneut in Bayern und Hamburg zu massiven Einschränkungen. Ab Donnerstagmorgen (12. Februar) soll der Betrieb vorerst wieder planmäßig laufen. Jetzt drohen auch in Hessen neue Ausfälle.

Nächster Warnstreik angekündigt: Frankfurt am Main betroffen?

Im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe in Hessen hat Verdi für Freitag einen weiteren Warnstreik angekündigt. Betroffen ist dieses Mal ausschließlich die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). In anderen Städten wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt wird nicht gestreikt.

Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.