Nächster KVB-Streik in Köln: ÖPNV droht am Dienstag zum Erliegen zu kommen

Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. In Nordrhein-Westfalen und auch in Köln ist für nächste Woche ein neuer Warnstreik im Nahverkehr angekündigt.
Oliver Berg/dpaIn Nordrhein-Westfalen müssen sich Fahrgäste erneut auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag und Dienstag, 16. und 17. März 2026, einen landesweiten Warnstreik im kommunalen ÖPNV angekündigt. Vor allem am zweiten Streiktag könnte der Nahverkehr in vielen Städten nahezu vollständig zum Erliegen kommen. Davon ist auch Köln betroffen.
KVB-Streik in Köln am Montag und Dienstag
Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Nachdem auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber vorgelegt wurde, ruft die Gewerkschaft zu einer zweitägigen Arbeitsniederlegung auf. Der Streik ist in zwei Phasen organisiert:
- Montag, 16. März 2026: Beschäftigte in Verwaltungen und Kundenzentren der Verkehrsunternehmen legen die Arbeit nieder.
- Dienstag, 17. März 2026: Bus- und Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer treten in den Warnstreik.
Wie lange dauert der Warnstreik und welche Linien sind betroffen?
Der Warnstreik beginnt Dienstag (17. März 2026) ab 3 Uhr morgens und endet Mittwochmorgen ca. 3 Uhr. In dieser Zeit werden keine Stadtbahnen- und Busfahrten der KVB stattfinden. Auch bei den Stadtbahn-Linien 16 und 18 der KVB, welche gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB Bonn) betrieben werden, entfallen laut KVB an beiden Streiktagen die Fahrten.
Es verkehren vereinzelte Linien weiterhin, die von Subunternehmen durchgeführt werden. Diese werden noch bekanntgegeben. Die Deutsche Bahn streikt nächste Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.
