Nach schwerem Unwetter
: San-Bernardino-Route in der Schweiz wieder offen

Hochwasser hatte zuletzt einen Teil der A13 in der Schweiz unbefahrbar gemacht. Die Sperrung ist nun früher als gedacht wieder aufgehoben worden.
Von
Amelie Schröer
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
Sanierungsarbeiten an der A13 in der Schweiz: ARCHIV - 24.06.2024, Schweiz, Lostallo: Reparaturarbeiten an der Autobahn A13 zwischen Lostallo und Soazza, die durch die Kraft des Flusses Moesa zerstört wurde, verursacht durch starke Regenfälle im Misox-Tal. (zu dpa: «Rekordtempo: Alpenautobahn A13 soll schon Freitag offen sein») Foto: Samuel Golay/KEYSTONE/TI-PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Bagger während den Sanierungsarbeiten an der A13 in der Schweiz zwischen Lostallo und Soazza. Durch die Kraft des Flusses Moesa wurde die vierspurige Autobahn zerstört. Nun ist sie teilweise wieder befahrbar.

Samuel Golay/KEYSTONE/TI-PRESS/dpa

Knapp zwei Wochen war die bei Urlaubern beliebte San-Bernardino-Route in der Schweiz gesperrt. Gründe waren Unwetter und daraus resultierende Hochwasser, die die sonst vierspurige Fahrbahn unterspült hatten. Auf einer Strecke von rund 200 Metern klaffte ein großes Loch. Seitdem war der Streckenabschnitt zwischen Lostallo und Mesocco nicht befahrbar.

Doch seit Freitagmorgen (05.07.) um 5 Uhr rollt der Verkehr dort wieder, zumindest auf einem Fahrstreifen in jede Richtung. Zuvor hatte der ADAC auf seiner Webseite über die geplante Öffnung informiert. Dennoch müssen sich Reisende weiter auf Einschränkungen und vor allem Staus einstellen, denn im Juli ist das Reiseaufkommen, vor allem in Richtung Süden, besonders hoch. Neben dem Brennerpass und dem Gotthardtunnel ist die A13 laut ADAC eine der wichtigsten Routen für Reisende zwischen der Bodenseeregion und Norditalien. Zudem ist während der teilweisen Öffnung der Strecke nur eine Geschwindigkeit von maximal 80 km/h erlaubt.

Sanierungsarbeiten an der A13 in der Schweiz: 24.06.2024, Schweiz, Lostallo: Reparaturarbeiten an der Autobahn A13 zwischen Lostallo und Soazza, die durch die Kraft des Flusses Moesa zerstört wurde, verursacht durch starke Regenfälle im Misox-Tal. Massive Gewitter und Regenfälle führten am Freitagabend im Misox-Tal in der Südostschweiz zu einer Überschwemmungssituation mit grossflächigen Erdrutschen. Foto: Samuel Golay/KEYSTONE/TI-PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wassermassen hatten die sonst vierspurige Autobahn in der Schweiz zerstört. Die Wiederaufbaumaßnahmen sollen noch bis Ende des Jahres andauern.

Samuel Golay/KEYSTONE/TI-PRESS/dpa

Transitverkehr nach Italien wird weiter umgeleitet

Für den Transitverkehr bleibt die Strecke auch weiterhin zwischen den Anschlussstellen Thusis (GR) und Bellinzona (TI) gesperrt, teilt der ADAC weiter mit. Reisende, die bis nach Italien fahren wollen, werden vorher großräumig umgeleitet. Nur Anlieger und Urlaubsgäste mit Reservierungen in der Nähe können laut der Kantonspolizei Graubünden bis nach Mesocco-Süd weiterfahren.

Ursprünglich war geplant gewesen, die San-Bernardino-Route erst am 10. Juli wieder zu öffnen. Final wiederhergestellt sein soll die Fahrbahn der A13 erst gegen Ende des Jahres.