MVG-Streik in München
: Welche Linien trotzdem fahren sollen

Verdi hat einen nächsten Streik im ÖPNV in München angekündigt. Wie kommen Fahrgäste von A nach B?
Von
David Hahn
München
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Nahverkehr in München: ARCHIV - 06.12.2022, Bayern, München: Eine U-Bahn verlässt die U-Bahnstation Theresienstraße. (zu dpa: «365-Euro-Jahresticket für Schüler wird verlängert») Foto: Felix Hörhager/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verdi hat den nächsten Streik im Nahverkehr in München angekündigt. Wann und wo kommt es zu Ausfällen?

Felix Hörhager/dpa

Verdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in München aufgerufen. Welche Verbindungen fallen aus und welche Linien verkehren weiterhin?

Streik in München aktuell: Nahverkehr am Freitag und Samstag betroffen

Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen TV-N Bayern zu massiven Einschränkungen im Münchner Nahverkehr. Der Warnstreik dauert von Freitag, 27. Februar, 3:30 Uhr, bis Sonntag, 1. März, 3:30 Uhr.

ÖPNV in München: Welche Linien fahren trotz Streik?

Beim Busverkehr ist trotz Streiks ein stark eingeschränkter Betrieb möglich, da private Busunternehmen, die im Auftrag der MVG fahren, nicht betroffen sind. Die verfügbaren Busse sollen gleichmäßig im Stadtgebiet eingesetzt werden, um eine Grundversorgung zu gewährleisten. Dennoch kann es je nach Auslastung und Verkehrslage zu erheblichen Unregelmäßigkeiten kommen.

Ob U-Bahn und Tram verkehren, hängt von der Personalverfügbarkeit ab. Bei ausreichender Besetzung können laut MVG einzelne Linien oder Abschnitte bedient werden, zunächst vor allem die U6 und die Tram 20; am Samstag soll zudem die neue Linie 14 fahren. Der Nachtverkehr der U-Bahn entfällt am Freitag und Samstag, oberirdisch ist nachts voraussichtlich nur ein stark eingeschränkter Busbetrieb möglich. S-Bahn und Regionalbusse werden nicht bestreikt.

Welche weiteren Alternativen gibt es?

Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.

Warum wird in München erneut gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.

Mit Material der dpa