Der spanische MotoGP-Rekordweltmeister Marc Marquez, der seit August 2020 wegen eines Oberarmbruchs ausgefallen war, kündigte für das kommende Rennwochenende sein Comeback für Repsol Honda an. Am 18. April steigt auf dem Algarve International Circuit mit dem Grand Prix von Portugal der dritte WM-Lauf der neuen Saison.
"Die Ärzte haben mir grünes Licht für die Rückkehr gegeben. Es waren neun schwierige Monate mit Momenten der Ungewissheit und vielen Höhen und Tiefen", schrieb Marquez auf Instagram: "Jetzt kann ich endlich wieder meine Leidenschaft genießen."

MotoGP: Marc Marquez fiel neun Monate lang aus - drei Operationen und eine Knochentransplantation

Der 82-malige Grand-Prix-Sieger Marquez war Ende Juli 2020 beim Saisonauftakt in Jerez schwer gestürzt und hatte sich den rechten Oberarm gebrochen. Weil die Heilung nicht wie erwartet verlief, musste Marquez dreimal operiert werden. Beim letzten Eingriff im vergangenen Dezember wurde eine Titanplatte ersetzt und eine Knochentransplantation vom Beckenkamm zum Oberarm durchgeführt. Marquez hatte sich nach seinen WM-Titeln in der 125-cm³-Klasse (2010) und in der Moto2 (2012) in den Jahren 2013, 2014, 2016, 2017, 2018, 2019 zum Weltmeister in der Königsklasse MotoGP gekrönt.

MotoGP-Rennen in Portimao: Der Zeitplan für das Wochenende vom 16. bis 18.04.2021

  • Freitag, 16.04.2021
    10:55 - 11:40 Uhr: MotoGP - 1. Freies Training
    15:10 - 15:55 Uhr: MotoGP - 2. Freies Training
  • Samstag, 17.04.2021
    10:55 - 11:40 Uhr: MotoGP - 3. Freies Training
    14:30 - 15:00 Uhr: MotoGP - 4. Freies Training
    15:10 - 15:50 Uhr: MotoGP - Qualifying
  • Sonntag, 18.04.2021
    10:30 - 10:50 Uhr: MotoGP - Warm Up
    14:00 Uhr: MotoGP - Das Rennen

MotoGP: Stefan Bradl wird wieder Testfahrer und TV-Experte

Stefan Bradl, der Marc Marquez in der Königsklasse 14 Mal vertrat, wird wieder Test- und Entwicklungsfahrer des Teams. Außerdem wird Bradl wieder als TV-Experte tätig sein.
Beim Saisonfinale im November 2020 in Portimao hatte Bradl als Siebter sein bestes Ergebnis als Ersatzpilot geholt. Die beiden Einsätze in der laufenden Saison in Katar beendete er auf den Rängen 11 und 14.
Neben Alex Hofmann und Jonas Folger ist Bradl einer von nur drei deutschen Motorrad-Rennfahrern, die es in der Viertakt-Ära der Königsklasse seit 2002 bis in die MotoGP geschafft haben.

Stefan Bradl will mit Nachwuchs-Projekt die Zukunft des deutschen Motorradsports retten

Aktuell gibt es mit Moto2-Pilot Marcel Schrötter nur einen deutschen Fix-Starter in der WM. Hochkarätiger Nachwuchs ist nicht in Sicht. Stefan Bradl will etwas gegen diese Entwicklung tun: Er plant ein eigenes Projekt zur Förderung des deutschen Motorrad-Nachwuchses.
"Das steckt alles noch in den Kinderschuhen. Aber zusammen mit Honda Deutschland habe ich schon damit begonnen, ein paar Moto3-Production-Racer zu bekommen. Zusammen mit Adi Stadler möchte ich, dass die Jungs schneller werden, damit sie zumindest dann abliefern können, wenn sie im Red-Bull-Rookies-Cup ankommen", beschreibt Stefan Bradl seine Herangehensweise.
"Ich möchte sie mit meiner Erfahrung, Hilfe und Unterstützung auf ein Level bringen, das eine akzeptable Basis darstellt, um im Rookies-Cup konkurrenzfähig zu sein. Bisher haben die deutschen Fahrer, die es bis dahin geschafft haben, nicht gut performt", so Stefan Bradl.
Der ehemalige 125ccm-Piloten Stadler ist für Bradl dabei eine Schlüsselfigur: "Er hat ein ganz gutes Gespür für Nachwuchstalente. Er hat auch unter anderem viel in der WM gesehen und mitgearbeitet. Außerdem hat er mit Dani Pedrosa lange zusammengearbeitet und gute Connections zu Alberto Puig. Er ist sehr gut vernetzt und kennt sich im Nachwuchsbereich und in der Minibike-Szene sehr gut aus."

MotoGP-Rennen in Portimao: TV bei ServusTV, Stream und DAZN

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