Monsun in Pakistan
: 800 Tote – Zehntausende werden evakuiert

Die Zahl der Todesopfer durch den Monsun in Pakistan nimmt weiter zu. In der bevölkerungsreichsten Provinz des Landes müssen Zehntausende ihre Dörfer verlassen.
Von
Florian Huth
Islamabad
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Die Evakuierungen könnten in den kommenden Tagen weitergehen. (Foto Handout)

Uncredited/Pakistan's National Disaster Management Authority via AP/dpa
  • Monsun in Pakistan: Fast 800 Tote, Zehntausende mussten Dörfer verlassen.
  • In Punjab wurden 24.000 Menschen aus flussnahen Gebieten evakuiert, weitere Evakuierungen möglich.
  • Indien warnte Pakistan vor grenzüberschreitenden Überschwemmungen – erster Kontakt seit Mai.
  • Heftige Sturzfluten in Khyber Pakhtunkhwa und Kaschmir mit über 300 Toten.
  • Im indischen Himalaya-Gebirge starben mindestens 30 Menschen durch Regenfälle und Erdrutsche.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni sind in Pakistan fast 800 Menschen ums Leben gekommen. In der Provinz Punjab, der am dichtesten besiedelten Region des Landes, wurden Zehntausende zur Flucht aus ihren Dörfern gezwungen.

24. Menschen in Pakistan evakuiert

„Wir haben mehr als 24.000 Menschen aus den tief gelegenen Gebieten in der Nähe der Flüsse evakuiert“, sagte ein Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Auch in den kommenden Tagen könnten die Evakuierungen anhalten.

Weitere Überschwemmungen drohen

Am 25. August teilte das pakistanische Außenministerium mit, dass das benachbarte Indien über diplomatische Kanäle eine Warnung vor möglichen grenzüberschreitenden Überschwemmungen übermittelt habe - der erste diplomatische Kontakt zwischen den Erzrivalen seit sie im vergangenen Mai kurz vor einem Krieg standen.

Extreme Wetterereignisse nehmen in Pakistan zu

Die meisten Todesopfer durch die Fluten hat die nordwestliche Provinz Khyber Pakhtunkhwa zu beklagen. Im Norden Pakistans sowie dem pakistanisch verwalteten Teil von Kaschmir war es diesen Monat zu dramatischen Sturzfluten mit über 300 Toten gekommen. Im Sommer 2022 erlebte Pakistan eine schwere Flutkatastrophe, die zwischenzeitlich ein Drittel des Landes unter Wasser setzte und 1.700 Menschen das Leben kostete.

Mindestens 30 Tote durch Sturzfluten im Himalaya-Gebirge

Im indischen Teil des Himalaya-Gebirges sind infolge von Sturzfluten und Erdrutschen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Ursache waren heftige Regenfälle. Ein Erdrutsch auf dem Weg zum bekannten Hindu-Tempel Vaishno Devi forderte dabei zahlreiche Todesopfer.

Die Region wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Am 26. August zerstörten dann Wassermassen Brücken, überfluteten Häuser und zwangen Tausende zur Flucht. Schulen blieben geschlossen, und die Rettungskräfte kämpften laut Angaben der Behörden mit stark eingeschränkter Kommunikation.