Die Nachricht von seinem Tod erschüttert immer noch: Comedian Mirco Nontschew ist am Freitag, 3. Dezember 2021, tot in seiner Berliner Wohnung aufgefunden worden. Er wurde nur 52 Jahre alt.
Zunächst hatte die „Bild“ berichtet. Nontschews Manager hatte der Zeitung die traurige Nachricht bestätigt. Demnach soll sich die Familie des „RTL Samstag Nacht“-Stars Sorgen gemacht haben, weil sie seit einigen Tagen nichts mehr von ihm gehört hatte. Daher hätten sie die Feuerwehr gerufen, die Nontschew tot aufgefunden habe.

Mirco Nontschew: Todesursache noch unklar

Die Polizei in Berlin teilte am Samstag auf Anfrage lediglich mit, dass am Freitagnachmittag ein 52 Jahre alter Mann tot in einem Mehrfamilienhaus in Berlin gefunden worden sei. Es wurden demnach Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen, es deute aber bislang nichts auf ein Fremdverschulden hin. Laut der „Bild“-Zeitung gehe die Polizei zudem nicht von Suizid aus. Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Das Ergebnis steht noch aus.

Kollegen trauern um Mirco Nontschew

Fans und Kollegen trauerten am Wochenende um den Comedian, der in den Nullerjahren in Kinokomödien den Zwerg Tschakko mimte - an der Seite von Otto Waalkes oder auch Ralf Schmitz („7 Zwerge – Männer allein im Wald“, „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“).
Später spielte er auch bei der Klamotte „Otto's Eleven“ mit und wirkte zuletzt bei dem von Michael „Bully“ Herbig präsentierten Format „LOL – Last One Laughing“ des Streamingdienstes Prime Video mit. Bei der Show von Amazon geht es darum, dass Comedy-Promis stundenlang eingeschlossen sind und sich zum Lachen bringen sollen, selbst aber nicht lachen dürfen. Wer zweimal die Miene verzieht, fliegt raus. Sieger ist, wer sich am längsten das Lachen verkneift.
„Du hast die Menschen glücklich gemacht. Wir haben so unendlich viele Lachtränen wegen Dir vergossen“, schrieb Bully Herbig bei Instagram. Nun seien die Tränen schmerzhaft. „The show must go on...für Dich Mirco!“

„LOL“ Staffel 3 mit Mirco Nontschew

Zuletzt brachte Nontschew viele beim Streamingdienst Amazon Prime Video in dem von Michael „Bully“ Herbig präsentierten Format „LOL – Last One Laughing“ zum Lachen. Erst vor kurzem hatte Nontschew, der zweifacher Vater war, dort an der Seite von Kolleginnen und Kollegen wie Anke Engelke, Carolin Kebekus, Hazel Brugger, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim und Olaf Schubert die neue Staffel abgedreht, die Anfang 2022 ausgestrahlt werden soll.
Es ist die dritte Staffel des Formats und Nontschews zweite. Bei der Comedy-Show geht es darum, dass die Kandidaten gemeinsam über mehrere Stunden zusammen sind. Sie müssen sich zum Lachen bringen, dürfen selbst aber nicht lachen. Wer zwei Mal erwischt wird, fliegt raus. Übrig bleibt, wer sich das Lachen verkniffen hat.

Mirko Nontschew im Porträt: Kinder, Freundin, Herkunft

Nontschew kam 1969 in Berlin (Ost) auf die Welt. Sein Vater stammte aus Bulgarien. Ende der 80er war der agile Nontschew als Breakdancer unterwegs. Hugo Egon Balder wurde damals beim Fernsehsender RTL auf ihn aufmerksam. 1993 wurde er so Ensemble-Mitglied der Comedy-Show „RTL Samstag Nacht“, die mit ihren albernen Sketchen neue Maßstäbe im Fernsehen setzte. Weggefährten waren damals zum Beispiel Wigald Boning, Olli Dittrich, Tanja Schumann, Esther Schweins und Stefan Jürgens.
2001 erhielt Nontschew bei Sat.1 seine eigene Sendung „Mircomania“. Später war er auch in der Improvisationscomedy „Frei Schnauze“ bei RTL dabei, danach auch im Sat.1-Comedy-Format „Die dreisten Drei“.
Privat war über den Comedian nicht allzu viel bekannt. Er hatte zwei Töchter mit der Maskenbildnerin Monique Bredow. Ob die beiden noch ein Paar waren, ist unklar. Laut „Bild“ soll seine Freundin mit den Kindern ausgezogen sein.