Nach der Messerattacke im Elsass: Lehrerin verletzt, 14-jähriger Tatverdächtiger im künstlichen Koma

An einer Schule im Elsass, nicht weit von der deutschen Grenze entfernt, hat ein Schüler eine Lehrerin mit einem Messer angegriffen.
Sebastien Bozon/AFP/dpa- Schüler greift Lehrerin in Benfeld, Elsass, mit Messer an – Frau im Gesicht verletzt.
- 66-jährige Lehrerin ins Krankenhaus gebracht; Schule nach Vorfall geräumt.
- 14-jähriger Verdächtiger zunächst gesucht, später festgenommen.
- Schüler verletzte sich bei Festnahme selbst mit dem Messer.
- Hintergrund und Ablauf des Angriffs bislang unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem ein 14-jähriger Schüler am Mittwoch, 24.09.2025, in einer Sekundarschule in Benfeld im Elsass seine Musiklehrerin mit einem Messer angegriffen hat, hat Staatsanwältin Clarisse Taron in Straßburg weitere Hintergrunddetails zu dem Vorfall bekannt gegeben. Während das Motiv für die Tat noch vollkommen offen ist, kam es demnach vor Unterrichtsbeginn im Schulflur zu der Attacke, bei der der Jugendliche seiner 66-jährigen Musiklehrerin mit einem Messer ins Gesicht stach. Danach floh der Schüler und wurde später im Umkreis gestellt – fügte sich davor aber selbst mit mehreren Messerstichen lebensgefährliche Verletzungen zu. Er wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht und in ein künstliches Koma versetzt. Die verletzte Lehrerin kam ebenfalls in ein Krankenhaus und erhielt psychologische Hilfe.
Schüler war schon zuvor auffällig gewesen
Gegen den Schüler wird wegen versuchten Totschlags ermittelt, die Pariser Antiterrorstaatsanwaltschaft ist informiert. Der 14-Jährige hatte, so Staatsanwältin Taron, lange in einer Pflegefamilie und zuletzt in einem Kinderheim gelebt. Zudem war er in psychosozialer Betreuung.
Wie Frankreichs Bildungsministerin Élisabeth Borne bei einem Besuch der Schule sagte, soll der Schüler eine gewisse Faszination für Hitler und für Waffen gehabt haben. In dem Zusammenhang sei er vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen worden und auch die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden. Zuletzt soll der Schüler Anfang der Woche aufgefallen sein, weil er SS-Symbole auf ein Heft malte. Auch die Staatsanwältin sprach von Disziplinarmaßnahmen gegen den Schüler wegen Zeichnungen in Bezug zum Nationalsozialismus.
