Messerangriff
: Was ist in Freiburg passiert?

Ein tödlicher Angriff erschüttert Freiburg. Während die Ermittler einen Tatverdächtigen festnehmen, richtet sich der Blick zugleich auf einen wenige Tage zurückliegenden Vorfall.
Von
Matthias Kemter
Freiburg
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74-Jähriger stirbt nach Messerangriff in Freiburg

Ein tödlicher Messerangriff in Freiburg führt zur Festnahme eines Tatverdächtigen. Ermittler prüfen zudem einen möglichen Zusammenhang mit einem Angriff vom Sonntag.

Philipp von Ditfurth/dpa

In Freiburg ist am Dienstagabend ein 74-jähriger Mann bei einem Messerangriff getötet worden. Die Polizei nahm noch am selben Abend einen 30-jährigen deutschen Staatsbürger fest und prüft, ob er bereits am Sonntag einen 29-Jährigen schwer verletzt haben könnte.

Tödlicher Angriff im Stadtteil Rieselfeld

Der 74-Jährige wurde auf einem Parkplatz an der Willy-Brandt-Allee nahe einem kirchlichen Gemeindezentrum im Stadtteil Rieselfeld gefunden. Er wies Stich- und Schnittverletzungen auf und war beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits leblos. Trotz sofortiger medizinischer Maßnahmen konnte der Rettungsdienst ihn nicht retten. Weitere Menschen wurden nach Angaben der Behörden nicht angegriffen.

Tatverdächtiger festgenommen

Aufgrund von Zeugenaussagen leitete die Polizei unmittelbar eine Fahndung ein und nahm den 30-Jährigen im Bereich der Berliner Allee fest. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde in der Nähe des Tatorts gefunden. Noch heute soll der Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt werden. Ob der Tatverdächtige und das Opfer sich kannten und welches Motiv hinter der Tat stand, war zunächst offen. Hinweise auf einen religiösen Hintergrund gab es nicht.

Zusammenhang mit Angriff vom Sonntag geprüft

Der Festgenommene steht außerdem dringend im Verdacht, am vergangenen Sonntag nahe der Freiburger Innenstadt einen 29-jährigen Mann mit einem Messer angegriffen zu haben. Das Opfer wurde schwer verletzt und konnte sich auf eine Straße retten. Der Tatverdächtige war nach diesem Angriff zunächst nicht gefunden worden. Ob dieselbe mutmaßliche Tatwaffe verwendet wurde, blieb ebenso unklar wie das Motiv des ersten Angriffs.