Mehr als 60 Tote in Spanien
: Minister: „Falsche“ Entscheidung Ursache des Zugunglücks

In Spanien kommt es am Mittwoch zu einem verheerenden Zugunglück, bei dem mehr als 60 Menschen sterben. Nun äußert sich Verkehrsminister Óscar Puente.
Von
red/afp/dpa
Madrid
Jetzt in der App anhören
Zusammenstoß zweier Züge in Spanien: Rettungskräfte sind am Unfallort einer Kollision zwischen zwei Zügen im Einsatz. Die Hochgeschwindigkeitszüge sind rund 130 Kilometer südlich von Madrid zusammengestoßen - es gibt Dutzende Tote. (zu dpa: ««Überall Blut» - Mehr als 60 Tote bei Zugunglück in Spanien»)

Beidem Zugunglück kamen mehr als 60 Menschen ums Leben.

Manu Fernandez/AP/dpa
  • In Spanien starben bei einem Zugunglück mehr als 60 Menschen.
  • Verkehrsminister Oscar Puente nennt eine „unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung als Ursache.
  • Die Bahnleitstelle gab einem Zug trotz ausgefallenem Zugsicherungssystem grünes Licht.
  • Hintergrund war ein Computerausfall, nach dem die automatische Sicherung noch nicht funktionierte.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien geht die Regierung in Madrid von menschlichem Versagen aus. Nach einem Ausfall des automatischen Sicherheitssystems seien alle Züge in dem Gebiet in der Provinz Toledo gestoppt worden, sagte Verkehrsminister Óscar Puente am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz. Das Kontrollzentrum in Madrid habe dann „unter für uns unerklärlichen Umständen“ entschieden, einen der beiden betroffenen Züge wieder fahren zu lassen, obwohl ein anderer Zug noch auf dem selben Gleis gestanden habe.

Puente sprach von einer „falschen Entscheidung“, in deren Folge es zu dem Zusammenprall genommen sei.

Spaniens Regierungschef Sánchez besuchte den Unglücksort

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge waren am Mittwochmorgen rund 150 Kilometer südlich von Madrid auf gerader Strecke zusammengestoßen. Bei dem Unglück kamen nach Behördenangaben mindestens 68 Menschen ums Leben, mehr als 100 weitere wurden verletzt. Auf der gleichen Strecke waren nahe der andalusischen Gemeinde Adamuz erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision ums Leben gekommen.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez besuchte am Mittwochnachmittag den Unglücksort nahe der Gemeinde Urda. „Ganz Spanien trauert“, sagte Sánchez und rief zu drei Tagen Trauer auf. Er bezeichnete es zudem als „inakzeptabel“, dass es in Spanien in einem Jahr zwei schwere Unfälle mit Hochgeschwindigkeitszügen gegeben habe.