Maria Himmelfahrt: Die Bedeutung hinter dem 15. August

Mariä Himmelfahrt wird jährlich von vielen Christen gefeiert. Wo liegt der Ursprung? Hier könnt ihr alle Infos dazu nachlesen.
Karl-Josef Hildenbrand/dpaDer christliche Feiertag wird in Deutschland jährlich von Millionen Christen seit dem Jahre 813 nach Christus gefeiert. Warum aber wird Mariä Himmelfahrt gefeiert? Wir haben alle Informationen darüber in diesem Artikel zusammengefasst:
Bedeutung - Was wird an Maria Himmelfahrt gefeiert?
Seit dem fünften Jahrhundert – seit 431 nach Christus – ist Maria Himmelfahrt ein Gedenktag für Jesus Christus Mutter Maria. In Deutschland feiert man aber erst seit dem Jahr 813 nach Christus ihre Aufnahme in den Himmel. Die Verehrung für Maria, dem Neuen Testament zufolge die Mutter Jesu, ist in der katholischen Kirche stark ausgeprägt, davon zeugen zahlreiche Marienwallfahrtsorte, Gebete, Lieder und Hochfeste. Die Marienfrömmigkeit wurde im Lauf der Jahrhunderte zu einem klaren Trennungselement im Vergleich zur evangelisch-lutherischen Kirche. „Für Protestanten war Maria lange Zeit ein Tabuthema“ schrieb die frühere Hannoveraner Landesbischöfin Margot Käßmann 2015 in einem Vorwort zu einer großen Ausstellung über Maria in Hannover. Dies sei eine Abgrenzung von der katholischen Marienverehrung gewesen. Dabei habe Martin Luther selbst Maria große Wertschätzung entgegengebracht.
Ihre Kleider, die im Sarkophag beigesetzt wurden, können angeblich als Reliquien in Prato, Aachen und Trier angeschaut werden: Alle sieben Jahre – zur Aachener Heiligtumsfahrt – werden im Aachener Dom Marias Kleid, Jesus’ Windeln und Lendentuch sowie Johannes des Täufers Enthauptungstuch aus dem Marienschrein entnommen und Pilgern gezeigt.
Maria Himmelfahrt: Kräuterweihe und Kräuterbuschen
Anders als ihr Sohn Jesus ist Maria nicht in den Himmel aufgestiegen, sondern wurde geholt: Ihr Körper soll, unterstützt von Engeln und umgeben von Licht, in den Himmel geschwebt sein. Als Jünger ihr Grab öffneten, fanden sie nicht ihren toten Körper, sondern Blüten und Kräuter. Noch heute gibt es daher in Bayern die Kräuterweihe. Traditionell werden aus heilenden und lebensnotwendigen Kräutern sogenannte Kräuterbuschen gebunden und in der Kirche gesegnet. In den Häusern aufgehängt sollen sie vor Unglück schützen. Die Kräuterbüschel bestehen je nach Region aus mindestens 7 bis zu 99 verschiedenen Kräutern bestehen. Typische Kräuter sind Alant, echtes Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und die Getreidesorten.
