Lindner tritt zurück: Noch-FDP-Chef kündigt Rückzug aus der Politik an

Christian Lindner hat sich zu seiner politischen Zukunft geäußert: Er wird zurücktreten.
Bernd von Jutrczenka/dpa- Christian Lindner tritt als FDP-Chef zurück nach Wahlniederlage 2025.
- FDP verpasste erneut Fünf-Prozent-Hürde, Lindner scheiterte auch beim Direktmandat.
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann signalisiert Bereitschaft für FDP-Vorsitz.
- Sie betont die Notwendigkeit eines breiteren thematischen Spektrums der Partei.
- Weitere Infos: Bundestagswahl 2025 auf unserer Themenseite.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
FDP-Chef Christian Lindner hat seinen Rückzug aus der Politik angekündigt, sollte seine Partei bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Nun lässt er Taten folgen.
Christian Lindner steigt aus der Politik aus
Werde die FDP nicht in den Bundestag einziehen, müsse sich die Partei „vollständig politisch und personell erneuern“, sagte Lindner am Wahlabend in der „Berliner Runde“ bei ARD und ZDF. Lindner selbst werde dann aus der Politik aussteigen, sein Führungsanspruch sei dann erloschen. Er habe es immer als „Privileg und Verpflichtung“ empfunden, seiner Partei zu dienen, sagte Lindner. Sollte er ausscheiden, täte er dies mit großer Dankbarkeit.
2013 war die FDP schon einmal bei einer Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
Lindner scheitert auch beim Direktmandat
Lindner landete auch beim Kampf um ein Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen auf den hinteren Plätzen. Nach Auszählung aller Wahllokale kam er auf 4,94 Prozent und damit auf Rang sechs. Das Direktmandat ging mit 42,21 Prozent an Caroline Bosbach (CDU).
Strack-Zimmermann offen für FDP-Vorsitz
FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich nach dem angekündigten Lindner-Rücktritt offen für eine Übernahme des Parteivorsitzes gezeigt. „Ich stehe voll und ganz hinter der FDP und werde dort in der Partei Verantwortung übernehmen, wo es notwendig ist und wo es gewünscht wird“, sagte die EU-Abgeordnete der „Bild“-Zeitung laut Mitteilung am Montag.
Wichtig sei, dass „wir geschlossen und mit klarem Kurs auftreten“, fügte Strack-Zimmermann hinzu. „Nach einem thematisch eher engeren Wahlkampf müssen wir uns thematisch dringend wieder verbreitern, beispielsweise um die Bürgerrechte.“ Strack-Zimmermann betonte zugleich, sie sei mit ihren „wichtigen Aufgaben in Europa“ und als Mitglied des FDP-Präsidiums „mehr als ausgelastet“.
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