Laura Dahlmeier
: Rettungsmission läuft – Kletterer und Spezialkräfte im Einsatz

Laura Dahlmeier ist bei einem Bergunfall in Pakistan schwer verunglückt. Am heutigen Mittwoch geht die Suche nach ihr weiter.
Von
Florian Huth
Islamabad
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Laura Dahlmeier: ARCHIV - 19.01.2019, Bayern, Ruhpolding: Weltcup, 4 x 6 km Staffel der Frauen in der Chiemgau Arena. Laura Dahlmeier aus Deutschland wärmt sich vor dem Rennen auf. Die frühere Biathletin Laura Dahlmeier ist beim Bergsteigen im pakistanischen Gebirge schwer verunglückt. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Rettungsmission für Laura Dahlmeier hat begonnen.

Sven Hoppe/dpa
  • Ex-Biathletin Laura Dahlmeier bei Bergunfall in Pakistan schwer verunglückt – Suche läuft weiter.
  • Steinschlag am Laila Peak (5.700 m) – eisige Temperaturen und Schneefall erschweren Rettung.
  • Hubschrauber fand keine Lebenszeichen, Dahlmeier gilt als „mindestens schwerst verletzt“.
  • Seilpartnerin setzte sofort Notruf ab – internationales Team koordiniert Bergung.
  • Dahlmeier ist erfahrene Bergführerin, Magdalena Neuner äußert Unterstützung auf Instagram.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Suche nach der im Karakorum-Gebirge in Pakistan verunglückten Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier soll am Mittwochmorgen wieder aufgenommen werden.

Rettungseinsatz für Laura Dahlmeier hat begonnen

Begleitet von großer Sorge läuft der Rettungseinsatz für Laura Dahlmeier wieder. Ein Team aus vier Bergsteigern aus den USA und Deutschland werde sich auf den Weg zu Dahlmeiers in rund 5700 Metern Höhe gelegenem Unfallort auf dem Laila Peak machen, teilte die Expeditionsfirma Shipton Trek & Tours Pakistan mit. Helikopter konnten aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse bisher nicht starten. Von Dahlmeier gab es seit dem Unfall kein Lebenszeichen.

Thomas Huber gehört zum Dahlmeier-Rettungsteam

Zum Rettungsteam gehört auch der bayerische Weltklasse-Kletterer Thomas Huber. Ein pakistanischer Behördensprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Huber zu den vier erfahrenen Bergsteigern gehöre. Der ehemalige Extrembergsteiger Reinhold Messner sagte der dpa: „Wenn Thomas Huber vor Ort ist, wird er alles tun, um Hilfe und Rettung zu bringen. Aber Wunder kann er auch nicht vollbringen.“

Starke Winde und schlechte Sichtverhältnisse erschweren die Bergung der 31-Jährigen bereits seit Stunden. Der Rettungseinsatz wurde laut einem Behördensprecher am Dienstagabend Ortszeit nach Einbruch der Dunkelheit vorübergehend eingestellt. Das Wetter verzögerte die Wiederaufnahme jedoch bis zum Mittag Ortszeit.

Auf etwa 5.700 Metern Höhe herrschen eisige Temperaturen und Schneefall. Bereits am Montag war Laura Dahlmeier am Laila Peak von einem Steinschlag getroffen worden – mittlerweile ist es die zweite Nacht seit dem Unglück. Die Unfallstelle ist extrem schwer erreichbar, und die Gefahr weiterer Steinschläge bleibt hoch.

Bergung von Dahlmeier per Hubschrauber nicht möglich

Die Bergung der früheren Biathletin Laura Dahlmeier gestaltet sich aufgrund der Bedingungen auf dem Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge weiter schwierig. „Es wurde festgestellt, dass eine Bergung per Hubschrauber nicht möglich ist“, sagte Areeb Ahmed Mukhtar, ein hochrangiger lokaler Beamter im Bezirk Ghanche, der Nachrichtenagentur AFP: „Die Bedingungen in der Höhe, in der sie verletzt wurde, sind extrem schwierig.“

Keine Lebenszeichen von Laura Dahlmeier

Am Dienstagmorgen hatte ein Hubschrauber die Stelle überflogen. „Lebenszeichen waren nicht zu erkennen“, teilte das Management der einst besten Biathletin der Welt danach mit. Sie sei „mindestens schwerst verletzt.“

Ein internationales Team koordiniert die Bergung. Dabei würden die Bergretter von erfahrenen internationalen Bergsteigern und Bergsteigerinnen unterstützt, die sich in der Region aufhielten, hieß es. Der Laila Peak liegt unweit des K2, des zweithöchsten Bergs der Welt, nahe der Grenze zu China. Die Region zieht jedes Jahr Bergsteiger an, die Risiken durch Lawinen und Unwetter sind aber hoch.

Seilpartnerin setzte den Notruf ab

Laura Dahlmeier war gemeinsam mit ihrer Seilpartnerin am 6.069 Meter hohen Laila Peak unterwegs, als sie am Montagmittag (Ortszeit) in etwa 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen wurde. Die beiden bestiegen den Berg im alpinen Stil – das heißt mit möglichst leichter Ausrüstung und ohne Unterstützung durch eine organisierte Expedition. Die Seilpartnerin setzte nach dem Unglück umgehend einen Notruf ab und machte sich später gemeinsam mit anderen Bergsteigern an den Abstieg. Die Rettungsaktion wurde sofort eingeleitet.

Das ist Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier wurde am 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Ihr Biathlon-Weltcup-Debüt gab sie in der Saison 2012/13, den ersten Sieg feierte sie ein Jahr später. Im Laufe ihrer Karriere gewann sie zwei olympische Goldmedaillen und wurde siebenmal Weltmeisterin. Sie gewann fünf Titel und eine Silbermedaille bei der WM 2017 in Hochfilzen. In der Saison 2016/17 sicherte sie sich zudem den Gesamtweltcup. Im Mai 2019 beendete sie überraschend ihre aktive Karriere.