Kurtaxe für Hunde
: Hier werden Halter jetzt zur Kasse gebeten

Immer mehr Urlaubsorte verlangen Kurtaxe für Hunde – vor allem an Nordsee und Ostsee. Hier müssen Halter jetzt mit zusätzlichen Gebühren rechnen.
Von
Doreen Matschuk
Binz
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Wettbewerb im Wellenreiten für Hunde in Kalifornien: 03.08.2024, USA, Pacifica: Paco, der spanische Wasserhund, springt während den World Dog Surfing Championships vom Surfbrett. Foto: Eakin Howard/FR171640 AP/AP +++ dpa-Bildfunk +++

Immer mehr Urlaubsorte an Nordsee und Ostsee verlangen Kurtaxe für Hunde. Hier werden Halter jetzt zur Kasse gebeten. (Symbolbild)

Eakin Howard/dpa

Für viele Hundehalter beginnt der perfekte Urlaub erst dann, wenn auch der vierbeinige Begleiter mit dabei ist. Ob Ostsee, Nordsee oder Berge – der Hund gehört für Millionen Deutsche zur Reise einfach dazu. Doch wer mit Hund verreist, sollte nicht nur an Hundestrand, Napf und Leine denken – sondern auch an die Kurtaxe für Hunde.

Eine bislang wenig bekannte, aber zunehmend verbreitete Zusatzgebühr, die gerade an beliebten Ferienorten erhoben wird. Hier werden Halter zur Kasse gebeten.

Kurtaxe für Hunde – das müssen Halter zahlen

Die Idee hinter der Hundekurtaxe ist nachvollziehbar: Immer mehr Touristen reisen mit Haustieren. Damit steigen auch die Ansprüche an Sauberkeit, Infrastruktur und Umweltmanagement. Hundetoiletten, Beutelspender, Reinigungspersonal – all das kostet. Einige Orte reagieren mit einer eigenen Tourismusabgabe für Hunde.

Ostsee: Hotspot der Hundekurtaxe

Wer mit seiner Fellnase Urlaub an der Ostsee machen möchte, sollte sich vorab gut informieren. Denn hier fällt in vielen Badeorten mittlerweile eine tägliche Gebühr für Hunde an.

Preisbeispiele für Ostsee-Orte:

Glowe: 0,50 € pro Tag

Breege-Juliusruh: 0,80 € pro Tag (Jahrespauschale: 21 €)

Zingst, Baabe, Sellin, Göhren, Wustrow: 1,00 € pro Tag

Binz (Rügen): 2,00 € pro Tag, maximal 60 € pro Jahr

Diese Orte verzichten (noch) auf eine Zusatzgebühr für Hunde

Nicht alle Ferienorte machen mit. Wer Urlaubskosten sparen will, kann gezielt auf Destinationen ohne Hundekurtaxe ausweichen.

Ostsee: Dranske, Lohme, Sassnitz, große Teile von Usedom

Nordsee: Juist, Borkum, Norderney

Boltenhagen: Noch keine Abgabe – Einführung für 2026 angekündigt

Die Gründe für den Verzicht auf Hundekurtaxe sind unterschiedlich: Während manche Orte bewusst auf „hundefreundliche“ Vermarktung setzen, fehlen anderen schlicht die Ressourcen zur Umsetzung.

Gleichzeitig nimmt der Druck auf Kommunen zu, die Balance zwischen Sauberkeit, Rücksichtnahme und Tourismusfinanzierung zu halten. Die Hundekurtaxe wird dabei als praktikables Mittel gesehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Hundekurtaxe

Wie erfahre ich, ob mein Urlaubsort eine Hundekurtaxe verlangt?

Am besten direkt bei der Kurverwaltung oder Touristeninformation des Ortes nachfragen. Auf Ostseeurlaub-online.de findet man ebenfalls aktuelle Informationen zur Hundekurtaxe.

Was passiert, wenn ich die Hundekurtaxe nicht zahle?

In der Regel ist die Zahlung verpflichtend. Bei Kontrollen können Bußgelder drohen – ähnlich wie bei der Missachtung der Kurtaxe für den Menschen.