Kurioser Drogenfund
: Opa schmuggelte kiloweise Kokain in ausgetüfteltem Versteck

In den letzten Monaten stellte die Polizei Köln Drogen im Wert von mehreren Millionen Euro sicher. Dabei kam es zu mehreren Festnahmen.
Von
David Hahn
Köln
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Von der Polizei beschlagnahmtes Kokain. (Symbolbild)

ARCHIV - Ein Zollbeamter präsentiert am 17.05.2013 sichergestelltes Kokain auf einer Pressekonferenz des Zollfahndungsamts in Hamburg. Nach dem Drogenskandal bei der Kemptener Polizei haben Kollegen eine umfängliche Aufklärung des Sachverhalts und die konsequente Strafverfolgung gefordert. Foto: Christian Charisius/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bei einem Rentner (68) wurden 30 szenetypische Kokainziegel beschlagnahmt. (Symbolbild)

Christian Charisius/dpa

So mancher Rentner scheint sich als Drogendealer und Schmuggler etwas hinzuverdienen zu wollen. Ein Opa (68) aus den Niederlanden wurde jetzt von der Polizei in Köln auf frischer Tat dabei ertappt, wie er kiloweise Kokain in seinem Auto schmuggelte. Die Drogen hatte er dabei in einem ausgetüftelten Versteck verstaut.

Polizei Köln: Drogen im Wert von sechs Millionen Euro sichergestellt

Insgesamt zogen die Beschäftigten der Kölner Kontrolleinheit Verkehrswege in den letzten Monaten rund 70 Kilogramm Kokain, fast 31 Kilogramm Marihuana, mehr als sieben Kilogramm Crystal-Meth, knapp fünf Kilogramm Amphetamin sowie fast vier Kilogramm Heroin aus dem Verkehr. Nach Angaben des Pressesprechers des Hauptzollamts Köln, Jens Ahland, wurden dabei Drogen im Wert von mehr als sechs Millionen Euro sichergestellt. Dabei ertappten sie auch einen älteren Herrn auf frischer Tat. Allein auf ihn entfielen fast die Hälfte des sichergestellten Koks in diesem Zeitraum.

Opa schmuggelte 33 Kilogramm Kokain

Ganze 30 szenetypische Kokainziegel beschlagnahmten die Fahnder bei dem größten Kokainfund der letzten Wochen. Verantworten muss sich dafür der älteste Drogenschmuggler unter den Festgenommenen.  Ein 68 Jahre alter Mann aus den Niederlanden hatte nach Polizeiangaben die größte Einzelmenge mit 33 Kilogramm Kokain dabei.

Ausgetüfteltes Versteck

Die meisten Drogen hätten die Fahnder hinter dem Armaturenbrett, im Handschuhfach, im Motorraum oder in der Reserveradmulde gefunden. Der Rentner aus den Niederlanden hatte jedoch extra eine ausgefeilte Vorrichtung gebaut. Eine Metallplatte im Kofferraum ließ sich erst bei gedrücktem Knopf der Heckscheibenheizung öffnen. Als zusätzliche Sicherheit musste zeitgleich ein Magnetschalter betätigt werden. Den passenden Magneten hatte der Rentner jedoch an seinem Handgelenk befestigt, sodass die Polizei ihm auf die Schliche kam.

Lebensgefährlich: Drogen im Bauch geschmuggelt

Insgesamt seien nach Polizeiangaben neun Männer aus Slowenien, Belgien, Polen, Slowakei, Niederlande und Serbien im Alter zwischen 25 und 68 Jahren auf dem Weg aus den Niederlanden oder Belgien auf verschiedenen Autobahnen in NRW kontrolliert worden. Bei Ihnen hätte allesamt ein Drogenwischtest an den Handflächen eine Durchsuchung der Fahrzeuge zur Folge gehabt. Erwischt wurde auch eine 24-jährige Niederländerin, die in ihrer Laptoptasche zwei Kilogramm Kokain im ICE aus Amsterdam Richtung Frankfurt a.M. schmuggelte. Zum Teil greifen die Schmuggler aber auch auf lebensbedrohliche Techniken zurück.

„In absolute Lebensgefahr begeben sich manche Schmuggler, wenn sie die Drogen in ihrem Körper verstecken. Einen für uns traurigen Rekord stellte vor knapp zwei Jahren ein 39-jähriger nigerianischer Busreisender mit mehr als einem Kilogramm Kokain im Bauch auf.“ erzählt der Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, Jens Ahland.

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