Kumamoto-Erdbeben: Mindestens 13 Tote: Zahl der Erdbebenopfer in Japan steigt

Das Foto aus einem Hubschrauber der Nachrichtenagentur Kyodo News zeigt das teilweise zerstörte Gebäude der Aeon Mall in Kashima in der Präfektur Kumamoto. Erneut wird Japan von einem starken Erdbeben erschüttert. Wieder trifft es eine Region, die erst vor zehn Jahren schwer getroffen worden war. (zu dpa: «Mindestens 13 Tote: Zahl der Erdbebenopfer in Japan steigt»)
kyodo/dpa- Im Südwesten Japans stieg nach einem Beben der Stärke 7,1 die Zahl der Toten auf 13.
- Premierministerin Sanae Takaichi bestätigte die Zahl; Behörden suchen weiter nach Vermissten.
- Kyodo meldete möglichweise Dutzende Tote – Gebäude, Straßen und eine Burgmauer sind beschädigt.
- Eine Explosion in einer Mall, wohl durch ein Gasleck, tötete zwei Frauen, weitere wurden verletzt.
- In einer Papierfabrik stürzte ein Schornstein ein – zwei Personen mit Herz- und Atemstillstand.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans steigt die Zahl der Todesopfer. Die Behörden hätten 13 Tote bestätigt, gab Ministerpräsidentin Sanae Takaichi am Tag nach dem Beben in der Präfektur Kumamoto auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu bekannt. Möglicherweise seien sogar Dutzende Menschen ums Leben gekommen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.
Durch das Beben der Stärke 7,1 vom Dienstagnachmittag (Ortszeit) wurden Gebäude und Straßen in der Region teils stark beschädigt, Dutzende Menschen erlitten örtlichen Medienberichten zufolge Verletzungen. Zudem wird noch nach Vermissten gesucht. Die Rettungseinsätze in der Katastrophenregion dauern an - in der Hoffnung, Überlebende unter den Trümmern noch rechtzeitig zu finden.
Bei einer verheerenden Explosion in einem Einkaufszentrum infolge des Bebens kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Nach stundenlangem Rettungseinsatz seien die beiden Frauen in der Nacht tot geborgen worden, berichtete der japanische TV-Sender NHK. Bei einer weiteren Person sei „Herz- und Atemstillstand“ diagnostiziert worden. Das ist eine in Japan übliche Formulierung, bevor der Tod von Menschen von einem Arzt bestätigt wird. Fünf weitere Menschen wurden verletzt geborgen.
Explosion vermutlich durch Gasleck verursacht
Als Ursache für die Explosion wird ein Gasleck vermutet. NHK zeigte im Fernsehen Aufnahmen eines Autofahrers vom Moment der enormen Explosion, die Decken und Wände einstürzen ließ und das Stahlgerüst des Gebäudes freilegte. Laut dem Betreiber waren Mitarbeiter und Kunden zu diesem Zeitpunkt bereits wegen des Bebens aus dem Einkaufszentrum evakuiert worden.
In einer Papierfabrik stürzte zudem ein Schornstein ein. Auch dort wurden zwei Personen mit Herz- und Atemstillstand aufgefunden, wie NHK am nächsten Morgen berichtete. Mehrere Menschen galten als vermisst. Die nationale Wetterbehörde warnte auch für die kommenden Tage vor möglichen weiteren starken Erschütterungen in der Region.
Die Präfektur Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen kamen damals ums Leben, Zehntausende mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden. Zudem gab es schwere Schäden an Gebäuden, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. Infolge des erneuten Bebens wurde am Dienstag die Steinmauer der Burg beschädigt.