Kriminalität in Bad Nauheim
: Zwei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in Hessen

Zwei Männer werden in Hessen erschossen. Jetzt sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Nach dem eigentlichen Schützen wird aber weiter gesucht.
Von
dpa
Bad Nauheim
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Tödliche Schüsse in Hessen

Nach den tödlichen Schüssen in Hessen sind zwei Tatverdächtige in Haft. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Helmut Fricke/dpa
  • Zwei Männer in Bad Nauheim erschossen; zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft.
  • Beide Verdächtigen sind Türken, ihnen wird Anstiftung zum Mord vorgeworfen.
  • Polizei sucht weiterhin nach dem eigentlichen Schützen.
  • Opfer: Schwiegersohn (28) und Schwiegervater (59), beide Türken.
  • Tatort: Mehrfamilienhaus, keine Gefahr für Nachbarn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Männer im hessischen Bad Nauheim sitzen zwei Verdächtige in Untersuchungshaft. Den 31 und 36 Jahre alten Türken werde die Anstiftung zum Mord vorgeworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Ostermontag mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Die nicht vorbestraften Beschuldigten äußerten sich nicht zu dem Tatvorwurf, hieß es. Der gesuchte Schütze sei weiterhin unbekannt.

Beweismittel wurden sichergestellt

Die Polizei habe die beiden Beschuldigten am Ostersonntag festgenommen und im Anschluss mehrere Wohnungen der Tatverdächtigen im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau durchsucht. Dabei seien diverse Beweismittel wie Handys sichergestellt worden.

Sowohl die Beschuldigten als auch die Opfer sind Türken. Die Polizei geht bei der Tat von einem persönlichen Hintergrund aus, nennt aber keine Einzelheiten. Die beiden getöteten Männer waren am späten Nachmittag des Karsamstags auf dem Rasen vor einem Mehrfamilienhaus gefunden worden. Sie gehören zu einer Familie. Die Opfer waren 28 und 59 Jahre alt und Schwiegersohn und Schwiegervater, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Nach dem Schützen wird weiter gefahndet

Gegen 17.40 Uhr am Karsamstag hatten Zeugen über den polizeilichen Notruf mehrere Schussgeräusche gemeldet. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen seien die beiden Männer aber noch am Tatort gestorben. Die Obduktion der Leichen habe zweifelsfrei ergeben, dass die Tatopfer aufgrund mehrere Schussverletzungen gestorben seien. Nach dem Schützen werde weiter gefahndet.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Männer im hessischen Bad Nauheim sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Den 31 und 36 Jahre alten Männern werde Anstiftung zum Mord vorgeworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Ostermontag mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Der gesuchte Schütze sei aber weiterhin unbekannt, berichteten die Ermittler. Sowohl die Opfer als auch die mutmaßlichen Täter seien Türken, sagte eine Polizeisprecherin. Die nicht vorbestraften Beschuldigten äußerten sich nicht zu dem Tatvorwurf, heißt es in der Mitteilung der Ermittler. Sie gehen von einem persönlichen Hintergrund als Tatmotiv aus, nennen aber keine Einzelheiten.

Verdächtige wenige Stunden nach der Tat festgenommen

Die Polizei habe die beiden Männer bereits am Ostersonntag vorläufig festgenommen - nur wenige Stunden nach der Tat vom Karsamstag. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen sei am Montag Haftbefehl erlassen worden.

Nach der Festnahme seien am Sonntag unter anderem mehrere Wohnungen der Tatverdächtigen im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau durchsucht worden. Dabei seien „diverse Beweismittel“ wie Handys sichergestellt worden.

Opfer gehörten zu einer Familie

Die beiden getöteten Männer waren am frühen Samstagabend auf dem Rasen vor einem Mehrfamilienhaus gefunden worden. Sie gehören der Polizei zufolge zu einer Familie: Die Opfer waren 28 und 59 Jahre alt und Schwiegersohn und Schwiegervater. Mehrere Zeugen hatten gegen 17.40 Uhr über den polizeilichen Notruf Schussgeräusche gemeldet. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen seien die beiden Männer aber noch am Tatort gestorben.

Die Obduktion ihrer Leichen in der Rechtsmedizin in Gießen habe zweifelsfrei ergeben, dass sie aufgrund mehrerer Schussverletzungen gestorben seien, hieß es am Montag.

Die Fahndung nach dem Schützen geht weiter

Die „umfangreichen und komplexen Ermittlungen“ dauerten unvermindert an, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Insbesondere werde nach dem noch flüchtigen Schützen gefahndet. Anwohner aus der Siedlung am Stadtrand von Bad Nauheim zeigten sich angesichts der Bluttat geschockt und verunsichert. Viele hatten mehrere Schüsse gehört. Es gebe wegen des persönlichen Tatmotivs aber keinen Grund für die Menschen in der Stadt, Angst zu haben, betonte die Polizei. „Hinweise auf Gefahren für Unbeteiligte liegen aktuell nicht vor.“

Nachbarn sind geschockt und beunruhigt

Vor dem Tatort waren an Ostern noch zwei Kreidekreise der Spurensicherung auf dem Bürgersteig zu sehen. Am Hauseingang fanden sich noch Spuren der Bluttat. Anwohnerin Brigitte Schäfer hatte fünf Schüsse gehört, da ist sie sich ganz sicher - und Menschen hätten geschrien, berichtet sie. „Wir haben alle noch Angst“, hatte sie am Morgen nach der Tat gesagt. „Das nimmt die Leute ganz schön mit.“

Die Bluttat beschäftigt auch eine 24-Jährige und ihren 26 Jahre alten Begleiter sehr. Sie seien erst nach den Schüssen nach Hause gekommen und hätten das Blaulicht und Großaufgebot der Einsatzkräfte in ihrer Straße gesehen, erzählen die beiden, die ihre Namen lieber nicht nennen wollten. Sie hätten googeln müssen, um herauszufinden, was vorgefallen ist. „Und dann kam der Schock“, sagt die junge Frau. Die Menschen, die in dem Haus lebten, kenne sie nicht, wisse aber, dass dort auch Kinder wohnten: „Für die wird es einfach schrecklich gewesen sein.“

Anwohner wünschen sich mehr Informationen

Ihr Begleiter sagt: „Was einen wundert, ist, dass nichts Näheres bekanntgegeben wird. Das kann ja immer auf ermittlungstaktische Gründe zurückzuführen sein, versteht man dann natürlich auch.“ Aber mehr Informationen zur Beruhigung der Bevölkerung wären gut gewesen. Die Unklarheiten beschäftigten die Menschen. „Worauf sollen wir überhaupt achten, wenn wir in der Gegend spazieren gehen?“, fragt sich die 24-Jährige. „Es kann ja jeder gewesen sein. Man weiß ja gar nichts. Man hat ja gar keine Täterbeschreibung.“

Stadt äußert sich betroffen

Die Stadt äußerte sich auf Instagram betroffen. „Trotz der Auswirkungen der tragischen Tat auf unseren heutigen Feiertag, sollten wir uns daran erinnern, dass Ostern ein mächtiges Symbol für Hoffnung und Erneuerung ist“, hieß es dort am Sonntag. Bad Nauheim liegt in der Wetterau zwischen Frankfurt am Main und Gießen und hat mehr als 30.000 Einwohner.