Krieg zwischen den USA und Iran
: Gibt es jetzt eine Reisewarnung für Ägypten?

Was müssen Reisende beachten, die aktuell nach Ägypten reisen wollen? Die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Altägyptische Stätte Sakkara: ARCHIV - 05.03.2020, Ägypten, Sakkara: Ein ägyptischer Polizist auf einem Kamel steht Wache in der Nähe der Djoser-Pyramide in Saqqara außerhalb von Kairo, hinter der sich weitere Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau befinden. (zu dpa: «Pyramide bekritzelt: Ägyptischer Reiseführer festgenommen») Foto: Oliver Weiken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kann man aktuell nach Ägypten reisen?

Oliver Weiken/dpa

Nachdem die USA am vergangenen Samstag den Iran angegriffen haben, ist die Situation in der Region eskaliert. Es kam zu Angriffen in mehreren Staaten der Region. Das Auswärtige Amt warnt daher vor Reisen in die Länder Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen. Doch was ist mit Ägypten?

Keine aktuelle Reisewarnung für Ägypten

Für Ägypten gibt es zwar seit Längerem eine Teilreisewarnung für Gebiete im Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara. Diese Warnung steht jedoch nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Bislang hat das Auswärtige Amt keine landesweit gültige Reisewarnung für Ägypten ausgesprochen.

Auch die Behörden Österreichs, der Schweiz oder Großbritanniens sprechen aktuell keine landesweit gültige Reisewarnung für Ägypten aus. Da sich die Lage jedoch jederzeit ändern kann, sollten sich Reisende regelmäßig über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes informieren. Zudem kann es sinnvoll sein, die App „Sicher Reisen“ der Behörde herunterzuladen, um aktuelle Neuigkeiten direkt auf das Smartphone zu erhalten. Auch sollten die aktuellen Informationen der Fluggesellschaften beachtet werden.

Vor diesen Gebieten wird gewarnt

Von Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, insbesondere in das Gouvernorat Nordsinai einschließlich des Grenzgebiets zum Gazastreifen, wird ausdrücklich gewarnt. Gleiches gilt für das ägyptisch-israelische Grenzgebiet – mit Ausnahme des Küstenorts Taba – sowie für die Straße von Suez nach Taba. Ebenfalls nicht bereist werden sollten entlegene Gebiete der Sahara, vor allem die Grenzregionen zu Libyen und Sudan, die teilweise als Sperrgebiete gelten. Im Süden der Sinai-Halbinsel mit Urlaubsorten wie Sharm el-Sheikh, Dahab oder Nuweiba wird von unbegleiteten individuellen Ausflügen und Überlandfahrten abgeraten. Generell sollten abgelegene Wüsten- und Grenzregionen sowie nicht erschlossene Küstenabschnitte gemieden werden.