Krieg zwischen den USA und Iran: Gibt es jetzt eine Reisewarnung für Ägypten?

Kann man aktuell nach Ägypten reisen?
Oliver Weiken/dpaNachdem die USA am vergangenen Samstag den Iran angegriffen haben, ist die Situation in der Region eskaliert. Es kam zu Angriffen in mehreren Staaten der Region. Das Auswärtige Amt warnt daher vor Reisen in die Länder Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen. Doch was ist mit Ägypten?
Keine aktuelle Reisewarnung für Ägypten
Für Ägypten gibt es zwar seit Längerem eine Teilreisewarnung für Gebiete im Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara. Diese Warnung steht jedoch nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Bislang hat das Auswärtige Amt keine landesweit gültige Reisewarnung für Ägypten ausgesprochen.
Auch die Behörden Österreichs, der Schweiz oder Großbritanniens sprechen aktuell keine landesweit gültige Reisewarnung für Ägypten aus. Da sich die Lage jedoch jederzeit ändern kann, sollten sich Reisende regelmäßig über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes informieren. Zudem kann es sinnvoll sein, die App „Sicher Reisen“ der Behörde herunterzuladen, um aktuelle Neuigkeiten direkt auf das Smartphone zu erhalten. Auch sollten die aktuellen Informationen der Fluggesellschaften beachtet werden.
Vor diesen Gebieten wird gewarnt
Von Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, insbesondere in das Gouvernorat Nordsinai einschließlich des Grenzgebiets zum Gazastreifen, wird ausdrücklich gewarnt. Gleiches gilt für das ägyptisch-israelische Grenzgebiet – mit Ausnahme des Küstenorts Taba – sowie für die Straße von Suez nach Taba. Ebenfalls nicht bereist werden sollten entlegene Gebiete der Sahara, vor allem die Grenzregionen zu Libyen und Sudan, die teilweise als Sperrgebiete gelten. Im Süden der Sinai-Halbinsel mit Urlaubsorten wie Sharm el-Sheikh, Dahab oder Nuweiba wird von unbegleiteten individuellen Ausflügen und Überlandfahrten abgeraten. Generell sollten abgelegene Wüsten- und Grenzregionen sowie nicht erschlossene Küstenabschnitte gemieden werden.
