Krieg zwischen den USA und Iran
: Gibt es eine Reisewarnung für die Türkei?

Kann man trotz der Lage im Nahen Osten jetzt in die Türkei fliegen? Das müssen Reisende wissen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Flughafen (Symbolbild): ARCHIV - 20.11.2025, Niedersachsen, Hannover: Ein Flugzeug von Turkish Airlines - Flug TK1555 von Istanbul nach Hannover - steht nach der Ankunft am Flughafen Hannover. Die lange Wartezeit in Pakistan hat für einige weitere Afghaninnen und Afghanen aus den Bundesaufnahmeprogrammen ein Ende. Zum sechsten Mal seit dem Regierungswechsel sind in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Afghanen mit Aufnahmezusage Richtung Deutschland geflogen (zu dpa: «Linke: In Türkei festgesetzte Aktivisten wieder frei») Foto: Shireen Broszies/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kann man aktuell in die Türkei fliegen?

Shireen Broszies/dpa

Die militärische Eskalation im Nahen Osten sorgt für Verunsicherung bei Reisenden. Viele fragen sich, ob die angespannte Lage Auswirkungen auf Urlaubsreisen in die Türkei hat – und ob das Auswärtige Amt inzwischen eine Reisewarnung ausgesprochen hat.

Gibt es eine Reisewarnung?

Stand 2. März 2026 besteht keine generelle Reisewarnung für die Türkei. Das Auswärtige Amt warnt nicht vor Reisen in das gesamte Land. Eine Reisewarnung wird nur ausgesprochen, wenn eine konkrete Gefahr für Leib und Leben für alle Reisenden angenommen wird. Diese Einschätzung liegt für die Türkei derzeit nicht vor. Die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für die Türkei finden Reisende hier.

Warnungen für bestimmte Regionen

Allerdings rät das Auswärtige Amt von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak ab. Betroffen sind insbesondere die Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri im Südosten des Landes. Dort bestehen aufgrund der Nähe zu Konfliktgebieten besondere Sicherheitsrisiken. Für klassische Urlaubsregionen wie Antalya, Izmir oder die westtürkische Ägäisküste gilt diese Einschränkung nicht.

Sicherheitslage im Land

Unabhängig von der aktuellen Eskalation im Nahen Osten weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass in der gesamten Türkei grundsätzlich eine terroristische Gefährdung besteht. In der Vergangenheit kam es zu Anschlägen, auch in großen Städten wie Istanbul und Ankara. Reisende sollten größere Menschenansammlungen, Demonstrationen sowie die Nähe zu Regierungs- und Militäreinrichtungen meiden. In mehreren Großstädten kommt es seit Monaten vermehrt zu Protesten, teils mit kurzfristigen Verkehrseinschränkungen. Im Zusammenhang mit dem andauernden Konflikt in Israel und den Palästinensischen Gebieten kann es zudem zu spontanen, pro-palästinensischen Kundgebungen kommen. Gewaltsame Ausschreitungen sind nicht ausgeschlossen.