Krieg im Nahen Osten: Mädchenschule wegen veralteter Daten des US-Militärs angegriffen

Der Angriff auf eine Mädchenschule zu Beginn des Iran-Kriegs sorgte international für Empörung. Nach iranischen Angaben starben dabei über 170 Menschen. US-Medien berichten nun, dass veraltete Daten zu dem Angriff geführt haben.
Boris Roessler/dpa- Angriff auf Mädchenschule im Iran mit über 170 Toten sorgte international für Empörung.
- US-Medien: US-Streitkräfte wohl verantwortlich, vorläufige Untersuchungsergebnisse.
- Ziel war Stützpunkt der Revolutionsgarden; Schule gehörte früher zum Gelände.
- Veraltete Ortungsdaten führten laut Berichten zum fatalen Fehlziel.
- CNN/NYT: Satellitenbilder 2013 gemeinsam, 2016 Zaun; 2025 Menschen auf Schulhof.
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Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmaßlich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die „New York Times“ und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.
Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.
CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen
Der „New York Times“ zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.
Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und „offensichtlich spielen“.