Kreuzfahrt
: Was ist auf der AIDAprima passiert?

Plötzliche Planänderung auf der AIDAprima: Wegen einer drohenden Elbsperrung musste das Kreuzfahrtschiff einen geplanten Hafenstopp streichen und früher nach Hamburg zurückkehren. Was hinter der Entscheidung steckt und welche Folgen das für die Passagiere hat.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Kreuzfahrtschiff „Aida Prima“: ARCHIV - 06.05.2016, Hamburg: Das Kreuzfahrtschiff «Aida Prima» fährt in Hamburg in den Hafen. (zu dpa: «Kreuzfahrtschiff hängt wegen Unwetters in Hamburg fest») Foto: Markus Scholz/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Was ist auf der AIDAprima passiert? Wegen einer Sturmwarnung fällt der Stopp in Stavanger aus. Das Kreuzfahrtschiff kehrt früher nach Hamburg zurück.

Markus Scholz/dpa

Für die Passagiere der AIDAprima verlief die aktuelle Kreuzfahrt anders als geplant. Wegen einer Sturmwarnung und einer drohenden Sperrung der Elbe musste das Kreuzfahrtschiff seine Route kurzfristig ändern. Ein geplanter Zwischenstopp in Norwegen fiel aus. Stattdessen kehrt die AIDAprima früher nach Hamburg zurück. Die AIDAprima war am 4. Oktober 2026 zu einer fünftägigen Kurzreise von Hamburg nach Norwegen aufgebrochen. Auf dem Reiseplan standen ursprünglich zwei norwegische Ziele. Eidfjord und Stavanger. Während das Schiff Eidfjord wie vorgesehen anlaufen konnte, mussten die Passagiere auf ihren Aufenthalt in Stavanger am Mittwoch, dem 7. Oktober, verzichten. Grund für die kurzfristige Änderung war allerdings kein technisches Problem an Bord, sondern das Wetter an der deutschen Nordseeküste. Dort wurden starke Winde erwartet, die eine sichere Fahrt auf der Elbe gefährden könnten.

Drohende Elbsperrung zwingt AIDAprima zur Routenänderung

Die Elbe ist für große Kreuzfahrtschiffe eine wichtige Verbindung zum Hamburger Hafen. Bei Sturm und starken Windböen kann die Passage zwischen Cuxhaven und Hamburg jedoch problematisch werden. Werden bestimmte Windgrenzen überschritten, dürfen große Schiffe die Strecke aus Sicherheitsgründen möglicherweise nicht mehr befahren. Genau dieses Szenario wollte die Reederei AIDA Cruises vermeiden. Denn sollte die Elbe am Freitag, dem 9. Oktober, aufgrund des starken Windes nicht passierbar sein, könnte die AIDAprima ihren Heimathafen möglicherweise nicht rechtzeitig zum geplanten Gästewechsel erreichen. Um dieses Risiko zu vermeiden, entschied sich die Reederei für eine frühzeitige Rückkehr nach Hamburg. Der für Mittwoch vorgesehene Aufenthalt in Stavanger wurde gestrichen. Stattdessen verbrachten die Reisenden einen zusätzlichen Tag auf See, während die AIDAprima Kurs auf die deutsche Küste nahm.

AIDAprima kehrt einen Tag früher nach Hamburg zurück

Nach dem angepassten Reiseplan soll die AIDAprima bereits am Donnerstag, dem 8. Oktober 2026, gegen 10 Uhr am Cruise Center Steinwerder in Hamburg anlegen. Damit erreicht das Kreuzfahrtschiff seinen Heimathafen rund einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen. Für die Passagiere bedeutet die Änderung allerdings nicht, dass ihre Reise vorzeitig endet. Das offizielle Reiseende bleibt Freitag, der 9. Oktober. Bis dahin können die Gäste weiterhin an Bord bleiben und die gewohnten Einrichtungen und Angebote des Kreuzfahrtschiffes nutzen. Zusätzlich erhalten sie die Möglichkeit, einen Tag in Hamburg zu verbringen. Wie Kapitän Felix Rothe laut dem Kreuzfahrtportal „Schiffe und Kreuzfahrten“ in einer Borddurchsage erklärte, stellt AIDA Cruises dafür einen Shuttle-Service bereit. Die Busse sollen die Passagiere vom Cruise Center Steinwerder zum Alten Elbtunnel bringen. Von dort können sie zu Fuß auf die andere Elbseite gelangen und die Hamburger Landungsbrücken erreichen.

Wie geht es für die AIDAprima weiter?

Trotz der geänderten Route soll der nächste Gästewechsel am Freitag, dem 9. Oktober, wie geplant stattfinden. Die AIDAprima wird voraussichtlich bis etwa 17 Uhr am Hamburger Kreuzfahrtterminal liegen. Anschließend steht bereits die nächste fünftägige Kurzreise an. Diese führt das Schiff von Hamburg aus nach Zeebrügge in Belgien und Rotterdam in den Niederlanden. Ob die kommende Kreuzfahrt vollständig nach Plan stattfinden kann, hängt auch von der weiteren Wetterentwicklung ab. Die Schiffsführung beobachtet deshalb weiterhin die Bedingungen auf der Nordsee und der Elbe. Sollte der Wind erneut zu stark werden, könnten weitere Anpassungen notwendig sein. Für die Passagiere der aktuellen Reise bleibt die wichtigste Folge der Sturmwarnung somit der ausgefallene Hafenbesuch in Stavanger. Statt eines zweiten Aufenthalts in Norwegen bekommen sie einen zusätzlichen Tag in Hamburg. Mit der frühzeitigen Rückkehr möchte AIDA Cruises sicherstellen, dass der Gästewechsel am 9. Oktober möglichst reibungslos stattfinden kann.