Kreta Erdbeben heute
: Videos zeigen starke Erschütterungen

Wieder Erdbeben auf Kreta und Santorin! Zwei Videos zeigen, wie heftig die Erde in Griechenland heute Morgen erschüttert wurde.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Ein Straßenhändler bietet am alten Hafen von Chania auf der Insel Kreta seine Waren an. +++ dpa-Bildfunk +++

Wieder gab es heute Erdbeben vor Kreta. Ein Video zeigt, wie die Erde auf der griechischen Insel bebte.

Socrates Baltagiannis/dpa

Vor der griechischen Insel Kreta hat am Donnerstagmorgen (22. Mai 2025) erneut die Erde gebebt. Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 6,1 – bereits das zweite starke Beben auf Kreta in diesem Monat und Teil einer ungewöhnlich aktiven seismischen Phase in Griechenland seit Jahresbeginn.

Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, lag das Epizentrum rund 58 Kilometer nordöstlich der Ortschaft Eloúnda in der südlichen Ägäis, in einer Tiefe von 68,9 Kilometern.

Kreta-Erdbeben: Video zeigt Erschütterungen

Ein Video des Newsportals Cretapost dokumentiert die Erschütterungen auf der Insel – zu sehen ist, wie Gebäude wackeln und Alarmanlagen von Autos und Wohnungen ausgelöst werden. Hier ist das Video zu sehen:

„Viele Menschen sind aus Angst auf die Straßen gelaufen“, berichtete Heraklions Bürgermeister Alexis Kalokairinos dem griechischen Nachrichtensender ERTNews. Im Zentrum der Stadt wurde ein älteres Gebäude beschädigt. Zudem werden Schulgebäude vorsorglich auf strukturelle Schäden überprüft. Das Beben habe sich vor allem durch seine gefühlt lange Dauer ausgezeichnet, berichteten griechische Medien unter Berufung auf Anwohner. Die Dauer eines Bebens wird von den Instituten nicht angegeben.

Ein weiteres Video zeigt das Innere einer Getreidemühle in Kretas Hauptstadt Heraklion während des Erdbebens:

Erdbeben in Griechenland weithin spürbar

Das Beben sei auch auf der Halbinsel Peloponnes, den Kykladen und sogar auf Zypern deutlich zu spüren gewesen, berichtete die Zeitung „To Proto Thema“. Entwarnung gab es demnach von Thanasis Ganas, dem Forschungsleiter des Geodynamischen Instituts Athen. Er gehe davon aus, dass es kaum Nachbeben geben werde. Vorsorglich hatte der griechische Katastrophenschutz auch eine Tsunami-Warnung herausgegeben; eine entsprechende Warnmeldung ging per SMS an die Menschen in der Region. Der Tsunami blieb jedoch aus.