Kompletter Blackout: Inselweiter Stromausfall auf Kuba

Anwohner laden ihre elektronischen Geräte auf einer Straße während eines Stromausfalls in Havanna.
Ramon Espinosa/AP/dpa- Kuba meldet erneut einen landesweiten Stromausfall – Ursache wird gesucht.
- Erster inselweiter Blackout seit Anfang des Jahres; zuletzt zwei Drittel betroffen.
- Veraltete Infrastruktur und häufige Kraftwerksausfälle verschärfen die Lage.
- Regierung verweist auf US-Handelsembargo; Konflikte mit den USA nehmen zu.
- Seit Monaten kein Öl aus Venezuela wegen US-Blockade sanktionierter Tanker.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Kuba ist es erneut zu einem landesweiten Stromausfall gekommen. Es werde nach der Ursache gesucht und an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet, teilte das Energieministerium mit. Es war der erste inselweite Stromausfall auf Kuba seit Anfang des Jahres. Von einem Blackout vor knapp zwei Wochen waren etwa zwei Drittel des Karibikstaats betroffen.
In dem Land mit knapp zehn Millionen Einwohnern bricht das Stromnetz immer wieder komplett zusammen. Große Teile der veralteten Infrastruktur in dem sozialistischen Inselstaat sind in schlechtem Zustand. Deshalb gehen oft Kraftwerke vom Netz und müssen notdürftig repariert werden. Stromausfälle gehören zum Alltag. Die Regierung führt die Krise auf das seit mehr als 60 Jahren bestehende Handelsembargo der USA zurück.
Seit Monaten kein Öl aus Venezuela
Verschärft hat sich die Lage im Zuge der jüngsten Spannungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten. Seit Monaten erhält das Land kein Öl aus Venezuela mehr, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat angeordnet hat. Für die Stromversorgung ist Kuba allerdings auf Öl angewiesen.