Drama vor Helgoland
: Frachter sinkt nach Kollision – Sechs Seeleute vermisst

Am Dienstagmorgen stoßen zwei Frachtschiffe vor Helgoland zusammen. Ein Schiff ist gesunken, die Suche nach mindestens sechs Vermissten läuft.
Von
dpa
Helgoland/Langeoog
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  • Der Seenotrettungskreuzer «Hermann Marwede» der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist nach dem Zusammenstoß von zwei Frachtschiffen am Morgen des 24.10.2023 in der Nordsee an der Suche nach Vermissten beteiligt (Archivbild).

    Der Seenotrettungskreuzer «Hermann Marwede» der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist nach dem Zusammenstoß von zwei Frachtschiffen am Morgen des 24.10.2023 in der Nordsee an der Suche nach Vermissten beteiligt (Archivbild).

    Jonas Walzberg/dpa
  • Unter anderem ist der Rettungskreuzer „Bernhard Gruben“ im Unglücksgebiet im Einsatz.

    Unter anderem ist der Rettungskreuzer „Bernhard Gruben“ im Unglücksgebiet im Einsatz.

    AFP PHOTO / Die Seenotretter – DGzRS / Frank Kahl"
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Nach dem Zusammenstoß von zwei Frachtschiffen am Dienstagmorgen in der Deutschen Bucht in der Nordsee suchen Rettungskräfte nach sechs Vermissten. Das sagte eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven. Insgesamt seien sieben Menschen an Bord des wahrscheinlich infolge der Kollision gesunkenen Frachters „Verity“ gewesen. Ein Mensch wurde nach dem Zusammenstoß aus dem Wasser gerettet. Dieser wird nun medizinisch versorgt.

Schiff sinkt nach Kollision: Anzahl der Vermissten unklar

Über den Verbleib von 22 weiteren Personen, die an Bord des anderen Frachtschiffes „Polesie“ waren, machte die Sprecherin zunächst keine weiteren Angaben. Das Havariekommando wollte im Lauf des Dienstagnachmittags über den Stand der Suche informieren.

Der Unfall ereignete sich rund 22 Kilometer südwestlich der Insel Helgoland und 31 Kilometer nordöstlich der Insel Langeoog, wie das Havariekommando am Dienstag mitteilte. Die Suche nach den Schiffbrüchigen laufe, hieß es gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

Rettungseinsatz nach Schiffskollision: Hilfe aus der Luft

Das Havariekommando hat die Gesamteinsatzleitung übernommen. Zur Suche nach den Vermissten waren zahlreiche Schiffe und auch ein Hubschrauber der Deutschen Marine im Einsatz.

Das Havariekommando ließ das Seegebiet von einem Sensorflugzeug überfliegen, um nähere Erkenntnisse zu bekommen. Auch ein Kreuzfahrtschiff, das im Seegebiet unterwegs ist, unterstützt die Suche. Dort könnten wohl Menschen medizinisch versorgt werden. Ärzte seien an Bord. Weiteres medizinisches Personal sollte per Helikopter zur Unfallstelle geflogen werden.