Kollision auf Nordsee: Havariekommando geht vom Tod der vermissten Seeleute aus

Cuxhaven: Das Frachtschiff "Polesie". Infolge des Zusammenstoßes mit der "Polesie" ist der Frachter "Verity" in der in der Nordsee gesunken. Die Suche nach den vier vermissten Seeleuten wurde nun eingestellt.
Sina Schuldt/dpaNach einem schockierenden Zusammenstoß zweier Frachtschiffe südwestlich von Helgoland auf der Nordsee gibt es traurige Gewissheit: Das Havariekommando geht vom Tod der vier vermissten Seeleute aus. Dies bestätigte der Leiter des Havariekommandos, Robby Renner, am Mittwochnachmittag. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt fünf Seeleute, die bei diesem tragischen Unfall ums Leben gekommen sind.
Heldenhafte Rettungsaktion: Zwei Seeleute gerettet, ein Seemann geborgen
Kurz nach dem Zusammenstoß konnte ein Seemann nur noch tot geborgen werden. Dennoch gab es einen Hoffnungsschimmer, da zwei Seeleute aus dem eiskalten Wasser gerettet werden konnten. Robby Renner, Leiter des Havariekommandos, betonte die bemerkenswerten Anstrengungen der Einsatzkräfte und dankte ihnen für ihren heldenhaften Einsatz bei dieser Rettungsaktion.
Vergebliche Suche und Tauchrobotereinsatz am Wrack
In der Nacht zu Mittwoch führten Rettungskräfte mit Schiffen und Hubschraubern intensivere Suchmaßnahmen durch, jedoch ohne Erfolg. Schließlich wurde die Suche nach den vermissten Seeleuten eingestellt. Sogar ein ferngesteuerter Tauchroboter, der zum Wrack des gesunkenen Küstenmotorschiffs „Verity“ am Mittwoch hinabgelassen wurde, konnte keine Lebenszeichen entdecken.
Ursache des Unglücks nach wie vor unklar
Bislang bleiben die genauen Umstände, die zu der verheerenden Kollision der Frachtschiffe „Verity“ und „Polesie“ geführt haben, unklar. Der Unfallort liegt in einem der meistbefahrenen Seegebiete weltweit, da in der Deutschen Bucht zwei international eingerichtete Schifffahrtsstraßen in Ost–West–Richtung verlaufen, wie vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bestätigt wurde.
(mit Material von dpa)