Letzte Generation legt Berlin lahm: Erneut Straßenblockaden und Verkehrsbehinderungen

Berlin: Ein Aktivist klebt während einer Straßenblockade der Klimaschutzgruppe Letzte Generation auf der A100 Richtung Neukölln nahe des Hohenzollerndamms unter einem Auto.
Sebastian Gollnow/dpaDie Klimaprotestgruppe Letzte Generation hat erneut in Berlin für Staus und Behinderungen gesorgt. Am Wochenanfang fanden insgesamt sieben Aktionen statt, an denen etwa 40 Klimademonstranten beteiligt waren. Bei allen Blockaden klebten sich Demonstranten an die Straßen fest. Besonders betroffen war die Stadtautobahn A100, wo es an drei Stellen Aktionen gab. Die Polizei mobilisierte rund 200 Einsatzkräfte, um die Blockaden schnell zu beseitigen.
Klimaaktivisten fordern Aufmerksamkeit — und kündigen weitere Aktionen an
Die Letzte Generation hat weitere Aktionen für diese Woche angekündigt. Der Protest am Montag hat sich gezielt gegen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gerichtet. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von „sinnfreien und egoistischen Guerilla–Aktionen“, bei denen es in erster Linie um Selbstinszenierung gehe.
Appell an Klimaaktivisten — Verzicht auf Protestaktionen gefordert
Volker Beck, Präsident der Deutsch–Israelischen Gesellschaft (DIG), appellierte an die Klimaaktivisten, auf weitere Protestaktionen zu verzichten. Er betonte, dass die Berliner Polizei bereits am Limit sei und solche Aktionen mittelbar die Sicherheit von Juden gefährden könnten.
Politiker kritisieren „Letzte Generation“ für Vandalismus
In der vergangenen Woche hatten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) die Klimaprotestgruppe Letzte Generation scharf kritisiert. Dies geschah, nachdem mehrere Mitglieder die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz mit orangener Farbe besprüht hatten. Wegner und Spranger betonten, dass Polizeikräfte bereits im Dauereinsatz seien, um jüdisches und israelisches Leben in Berlin zu schützen, und dass solche Straftaten die Belastung weiter erhöhen würden.
(mit Material von AFP)