Kaufland krempelt Einkauf um
: Diese Änderung betrifft jetzt alle Kunden

Kaufland treibt den Umbau seiner Märkte voran und will Self-Check-out sowie ein neues Scan-System künftig flächendeckend in allen Filialen anbieten.
Von
Katrin Jokic
Neckarsulm
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Lebensmittelhändler Kaufland

Lebensmittelhändler Kaufland

Bernd Weißbrod/dpa

Kaufland treibt die Digitalisierung seiner Märkte weiter voran: Der Lebensmittelhändler will künftig alle Filialen in Deutschland mit Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) und dem Scan-System „K-Scan“ ausstatten. Allein im Jahr 2026 ist der Einbau in rund 220 weiteren Märkten geplant – im Schnitt etwa vier Filialen pro Woche.

Nach Abschluss des Ausbaus sollen bundesweit mehr als 8.000 SB-Kassen in den Kaufland-Filialen im Einsatz sein. Bereits heute verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über rund 2.000 dieser Kassen in etwa 300 Märkten.

Self-Check-out wird zum Standard

Selbstbedienungskassen haben sich laut Kaufland inzwischen fest im Einkaufsalltag vieler Kunden etabliert. Besonders bei kleineren Einkäufen werde der schnelle Bezahlprozess geschätzt. In Filialen mit entsprechendem Angebot nutzen demnach bereits rund 40 Prozent der Kunden den Self-Check-out.

In Zukunft sollen pro Standort bis zu zwölf SB-Kassen zur Verfügung stehen. Dabei setzt Kaufland auf verschiedene Bezahlmöglichkeiten: Neben Kartenzahlung und App können Kunden auch weiterhin bar bezahlen. Neue Kassenmodule mit hochformatigen Displays sollen die Bedienung zusätzlich erleichtern.

K-Scan soll Einkauf weiter beschleunigen

Die SB-Kassen bilden zugleich die Grundlage für „K-Scan“, ein System, mit dem Kunden ihre Einkäufe direkt während des Einkaufs scannen können. Voraussetzung ist eine Registrierung über die Kaufland Card XTRA.

Kunden können entweder Handscanner am Eingang nutzen oder ihr Smartphone einsetzen. Die Artikel werden direkt beim Einlegen in den Einkaufswagen gescannt. An der Kasse genügt anschließend ein QR-Code, um den Einkauf zu übertragen und zu bezahlen – ohne erneutes Aus- und Einräumen der Waren.

Nach Unternehmensangaben wird K-Scan zunehmend genutzt, vor allem bei größeren Einkäufen. Die Zeitersparnis sei ein zentraler Vorteil, zudem sei die Wiederverwendungsquote hoch.

Klassische Kassen bleiben bestehen

Trotz des Ausbaus digitaler Angebote will Kaufland weiterhin an klassischen Bedienkassen festhalten. Diese blieben ein wichtiger Bestandteil des Kundenservices, insbesondere für Kunden, die persönlichen Kontakt bevorzugen oder auf Unterstützung angewiesen sind.

Mit dem flächendeckenden Ausbau von SB-Kassen und K-Scan setzt Kaufland damit klar auf eine Kombination aus Digitalisierung und klassischem Service – und reagiert auf veränderte Erwartungen im Einkaufsverhalten.