Karlsruhe: Wann droht der nächste Streik bei der KVV?

Wann müssen Fahrgäste wieder mit einem Streik im Nahverkehr in Karlsruhe rechnen?
Uli Deck/dpaDer öffentliche Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands war am Montag wegen eines ganztägigen Warnstreiks weitgehend zum Erliegen gekommen. Bei zahlreichen kommunalen Verkehrsunternehmen blieben Busse sowie Straßen- und U-Bahnen aufgrund des Arbeitskampfes in den Depots. Nach Angaben von Verdi waren fast alle 16 Bundesländer betroffen. Auch in Karlsruhe stand der ÖPNV am Montag zum großen Teil still. Wann droht der nächste Streik bei Bus, Bahn und Co.?
Karlsruhe: Aktueller Streik bei der KVV
Der Warnstreik sorgte am Montag für erhebliche Probleme. Millionen Beschäftigte in ganz Deutschland mussten trotz eingeschränktem Nahverkehr pünktlich zur Arbeit kommen. Auch für Eltern war die Situation belastend, denn Schülerinnen und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Zusätzlich erschwerte das Wetter die Lage: In mehreren Regionen drohen weiterhin gefrierender Regen und glatte Straßen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt.
Der Streik begann in Karlsruhe um 3:30 Uhr morgens und dauerte von da an für fast 24 Stunden an. Das Ende war auf Dienstag um 3:15 Uhr morgens angesetzt. Die Tramlinien 1, 2, 3, 4, 5, 8, 17, 18 und E entfielen. Die Stadtbahnlinie S2 fuhr nicht. Alle Buslinien der VBK, außer diesen Verbindungen waren am Montag außer Betrieb. Alle Linien der AVG verkehrten nach dem regulären Fahrplan. Die Züge der Deutschen Bahn fahren ebenfalls ohne Einschränkungen.
Karlsruhe: Wann droht der nächste Streik?
Nach dem Warnstreik zum Wochenstart soll es in Baden-Württemberg vorerst keine weiteren Stillstände im Nahverkehr geben. Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert betonte jedoch, dass neue Aktionen je nach Verlauf der Tarifverhandlungen jederzeit wieder möglich seien. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen somit absehbar neue Streiks im ÖPNV in Karlsruhe.
Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Mit Material der dpa
