Karfreitag 2026
: Bedeutung, Fastenzeit, Feiertag - Alle Infos zum Karfreitag

Ostern steht vor der Tür. Doch bevor es soweit ist, feiern die Christen noch den Karfreitag. In welchen Bundesländern dieser Tag ein Feiertag ist, erfahrt ihr hier.
Von
Lea Lange
Berlin
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Ist der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland und gibt es Geschäfte, die an diesem Tag geöffnet haben?

Ist der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland und gibt es Geschäfte, die an diesem Tag geöffnet haben?

Pia Bayer/dpa

Der Karfreitag wird nach dem Gründonnerstag gefeiert und steht ebenfalls in christlicher Tradition. Doch wo genau ist der Ursprung und in welchen Bundesländern wird er als Feiertag behandelt? Alle wichtigen Infos dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

  • Warum wird der Karfreitag gefeiert?
  • In welchen Bundesländern ist er ein Feiertag?
  • Welche Geschäfte haben geöffnet?

Ist der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland?

Der Karfreitag ist in allen deutschen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Das bedeutet, dass am 3.04.2026 in ganz Deutschland die meisten Geschäfte geschlossen haben. Auch die anderen Einschränkungen wie das Tanzverbot bestehen am Karfreitag bundeseinheitlich. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben an diesem Tag frei und auch Schülerinnen und Schüler dürfen zuhause bleiben.

Karfreitag 2026 — Welche Geschäfte haben geöffnet?

Grundsätzlich haben am Karfreitag die Geschäfte in ganz Deutschland geschlossen. Trotz der strengen Regelungen gibt es jedoch Ausnahmen: In Flughäfen und an Bahnhöfen dürfen die Läden auch an Feiertagen offen sein. Dort darf am Karfreitag alles verkauft werden, was als Reisebedarf gilt, also beispielsweise Zeitschriften, Backwaren und Lebensmittel. Ob der örtliche Bäcker geöffnet hat, ist regional unterschiedlich und wird meist über Aushänge informiert. Zudem gilt ein Lkw–Fahrverbot.

Karfreitag 2026 — Liegt der Feiertag in den Osterferien?

Als Feiertag ist Karfreitag ohnehin schulfrei, genau wie Ostern. Viele Schüler haben auch die beiden Wochen vor und nach Ostern frei, dann sind Osterferien. Sie sind zwar je nach Bundesland unterschiedlich lang (ein bis zwei Wochen) liegen aber fast immer um Ostern.

Name und Bedeutung — Die Geschichte von Karfreitag in der Bibel

An Karfreitag wird dem Leiden und Sterben Jesu am Kreuz gedacht. Der Feiertag markiert den Höhepunkt der Fastenzeit. Der Name leitet sich vom althochdeutschen „kara“ ab, was so viel bedeutet wie „Klage“, „Kummer“ oder „Trauer“. Christen glauben, dass Jesus Christus die Sünden der Menschheit auf sich nahm und freiwillig den Kreuzestod wählte. Durch den Tod und die Auferstehung Jesu werden im christlichen Glauben somit alle Sünder von der Schuld befreit.

Bräuche — Warum isst man kein Fleisch an Karfreitag?

Im Gedenken an den gekreuzigten Jesus wird auf Fleisch verzichtet. Der Karfreitag ist ein strenger Fastentag, es darf kein Fleisch gegessen und auch kein Alkohol getrunken werden. Der Fisch ist eines der ältesten Symbole der Christen. Das Symbol galt am Anfang des Christentums als Erkennungszeichen unter den verfolgten Christen und war auch ein Bekenntnis zu Jesus.

Aber es gab auch immer wieder gewitzte Ideen, wie das Fleischverbot umgangen wurde. So haben im Mittelalter Mönche Biber zu fischähnlichen Tieren erklärt (da sie im Wasser leben und aufgrund ihres geschuppten Schwanzes) und diese wurden dann an Ostern verzehrt. Auch die schwäbischen Maultaschen sollen erfunden worden sein, um die Fastenregeln zu umgehen. Eingewickelt in Teig, soll das Fleisch so vor dem Herrn verborgen werden. Darum werden sie umgangssprachlich auch „Herrgottsscheißerle“ genannt.

Karfreitag liegt am Ende der Fastenzeit

Die 40–tägige christliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet Ostern. Traditionell gelten für Katholiken alle Freitage sowie der Aschermittwoch als verpflichtende Tage der Buße. An ihnen sollen Katholiken kein Fleisch essen, an Aschermittwoch und am Karfreitag, dem Tag der Kreuzigung Jesu, sollen sie nur eine Hauptmahlzeit zu sich nehmen. In der Fastenzeit vor Ostern geht es aber nicht nur um den Verzicht auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol, sondern um eine Unterbrechung von Gewohnheiten. Deshalb organisieren kirchliche Organisationen auch Angebote wie Handy–, Computer– oder Autofasten.