Junge Männer als Risikogruppe
: 2025 sind weniger Menschen im Südwesten ertrunken

Wo gebadet wird, gibt es auch Badeunfälle und Menschen, die ertrinken. In diesem Jahr waren es in Baden-Württemberg weniger als 2024 - allerdings nicht in allen Altersgruppen.
Von
dpa
Stuttgart
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Zwei junge Männer springen am Starnberger See ins Wasser: ARCHIV - Flachköpper macht aua! Einen Kopfsprung ins Wasser sollte man nur wagen, wenn es erlaubt und das Wasser sicher tief genug ist.  (zu dpa: «6 typische Gefahren beim Baden - und wie man sich schützt») Foto: Tobias Hase/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Zwei junge Männer springen ins Wasser. (Symbolbild)

Tobias Hase/dpa-tmn/dpa
  • 2025: In Baden-Württemberg 34 Ertrunkene bis Mitte September, weniger als 42 in 2024.
  • Flüsse gefährlichste Gewässer: 16 Ertrunkene, in Seen 13 – deutlich weniger als im Vorjahr.
  • Todesfälle bei 21- bis 30-Jährigen gestiegen: 9 Opfer, fast alle junge Männer.
  • DLRG: Junge Männer oft risikobereit, viele können kaum schwimmen.
  • Rettungskräfte verhinderten hunderte Todesfälle – auch Kinder retteten Leben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Baden-Württemberg sind in diesem Jahr weniger Menschen in Seen, Flüssen und Schwimmbädern ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Einer Auswertung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zufolge ertranken von Jahresanfang bis Mitte September 34 Menschen in Gewässern im Bundesland. Im Vorjahreszeitraum hatte die DLRG 42 tödliche Unfälle erfasst.

Die meisten dieser Unfälle ereigneten sich in diesem Jahr in Flüssen, dort ertranken 16 Menschen. In Seen kamen 13 Menschen ums Leben - zehn weniger als noch im Vorjahr. Deutlich angestiegen ist die Zahl der Todesfälle laut DLRG in der Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen. In dieser Altersgruppe ertranken in diesem Jahr neun Menschen, im Vorjahr waren es fünf gewesen.

DLRG sieht junge Männer als Risikogruppe

Diesen Trend beobachtet die DLRG auch bundesweit - fast alle Opfer in der Altersgruppe waren demnach Männer. „Insbesondere junge Männer setzen immer wieder - wenn auch unbewusst - leichtfertig ihr Leben aufs Spiel. Darunter sind Menschen, die praktisch gar nicht schwimmen können“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt einer Mitteilung zufolge. Insgesamt kamen im laufenden Jahr laut DLRG bundesweit 321 Menschen bei Badeunfällen ums Leben, etwas weniger als im Vorjahreszeitraum (354).

DLRG Bilanz zum Ende des Sommers: weniger Menschen ertrunken als im Vorjahr

DLRG Bilanz zum Ende des Sommers: weniger Menschen ertrunken als im Vorjahr.

DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft/obs/dpa

Wären die Rettungskräfte nicht, hätte es noch mehr Todesfälle gegeben, sagt Vogt. „Allein unsere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer befreiten erneut hunderte in Not geratene Personen aus Lebensgefahr im Wasser.“

Erst Mitte August retteten zwei Schulkinder in einem Freibad in Nordheim bei Heilbronn einem Kind das Leben: Ein Vierjähriger hatte sich vor den Augen von Leo (12) und Marlene (11) am Sprungturm vorgedrängelt, war ins 3,85 Meter tiefe Becken gesprungen, kurz aufgetaucht und sofort wieder untergegangen. Gemeinsam zogen die beiden den Jungen kurzerhand aus dem Wasser - mit einer Technik, die sie erst kurz zuvor bei der DLRG geübt hatten.