Jonas Ems: YouTuber entschuldigt sich nach Shitstorm um ADHS-Video

Jonas Ems reagiert auf den Shitstorm: In einem Instagram-Statement bittet der YouTuber um Entschuldigung für sein umstrittenes ADHS-Video.
Instagram @jonasemsDer 28-jährige YouTuber Jonas Ems befindet sich derzeit im Zentrum einer emotional geführten Debatte. Auslöser ist ein Video über Autismus und ADHS, das er auf seinem Kanal veröffentlicht, inzwischen aber wieder gelöscht hat. Zahlreiche Zuschauer warfen ihm eine stereotype und ableistische Darstellung vor. Besonders schwer wog dabei der Vorwurf, das Video sei ohne Einbindung von Betroffenen entstanden.
TikTok-Debatte: Fehlende Perspektiven von Betroffenen
Auf TikTok erreichte die Kritik eine neue Dimension. Dort äußerten viele Nutzer*innen, das Video hätte eine ganz andere Wirkung gehabt, wenn Jonas Menschen mit eigener Diagnose zu Wort kommen lassen hätte. Immer wieder fielen Namen wie Vanessa Borck oder Lola Weippert, die beide öffentlich über ihre ADHS-Erfahrungen sprechen. Stattdessen, so die Kritik, habe Jonas Inhalte produziert, die zwar gut gemeint, aber inhaltlich unpräzise und klischeebehaftet wirkten.
Jonas reagiert: „Entschuldigt das bitte“
Nach wachsendem Druck meldete sich Jonas Ems auf Instagram mit einem Statement-Video. In seiner Entschuldigung sagt er: „Manchmal ist der eigene Anspruch, zeitlich ausreichend Videos zu liefern, nicht der richtige, weil es zu inhaltlichen Fehlern führen kann – und das ist in diesem Fall leider passiert. Entschuldigt das bitte.“
Mit diesen Worten gibt er öffentlich zu, dass Zeitdruck und mangelnde Recherche zu einem fehlerhaften Ergebnis geführt haben. Seine Entschuldigung wird unterschiedlich aufgenommen – manche loben die Einsicht, andere fordern Konsequenzen und mehr Sensibilität im Umgang mit neurodiversen Themen.
Warum Vanessa Borck in der Debatte eine Rolle spielt
Ein besonderes Beispiel für die Kritik ist Influencerin Vanessa Borck, bekannt als „Princess Charming“. Sie machte ihre ADHS-Diagnose erst vor Kurzem öffentlich. In einem emotionalen Instagram-Post erzählte sie von jahrelanger Überforderung, Reizüberflutung und dem Gefühl, ständig kompensieren zu müssen. Erst nach dem Ende ihrer Ehe habe sie erkannt, wie stark sie Unterstützung brauche. Viele finden: Eine solche Perspektive hätte Jonas’ Video glaubwürdiger und respektvoller gemacht.
Reicht die Entschuldigung aus?
Dass Jonas Ems sich entschuldigt hat, sehen viele als wichtigen Schritt. Er übernimmt Verantwortung und gesteht Fehler ein. Doch der Shitstorm zeigt auch: Sensible Themen wie ADHS verlangen mehr als gute Absichten. Ohne echte Zusammenarbeit mit Betroffenen entsteht schnell der Eindruck, dass Inhalte über Menschen statt mit ihnen gemacht werden.
Ob die Entschuldigung genügt, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Klar ist aber jetzt schon: Die Community erwartet mehr als ein Statement – nämlich, dass Jonas aus diesem Fehler lernt.

