Was ist Rosch Haschana?

Juden feiern ihr Neujahrsfest Rosch Haschana (hebräisch: Kopf des Jahres) an den ersten beiden Tagen des Monats Tischri im jüdischen Kalender. 2019 ist das am 30. September/1. Oktober der Fall. Nach der jüdischen Zeitrechnung beginnt mit dem Fest das Jahr 5780. Der Tag soll an den Bund zwischen Israel und Gott erinnern und die Menschen dazu veranlassen, in sich zu gehen und sich vom Bösen abzuwenden. An Rosch Haschana sollen die Menschen Rechenschaft über ihr Tun und Handeln ablegen.

Zum Brauchtum gehört, dass Brote fürs Neujahrsfest nicht länglich sind, sondern rund. Das symbolisiert den Jahreskreislauf.

Was ist Jom Kippur?

Jom Kippur gilt als jüdischer Buß- und Bettag. Der sogenannte Versöhnungstag ist der höchste jüdische Feiertag. “ Er steht ganz im Zeichen von Umkehr und Versöhnung: Jüdische Gläubige sollen beten, fasten und Almosen geben - als Ausdruck von Reue und Sorge um ihre Mitmenschen. Zusammen mir Rosch Haschana bildet Jom Kippur die Hohen Festtage des Judentums und den Abschluss von zehn Bußtagen.

Der Tag ist für gläubige Juden ein strenger Ruhe- und Fastentag. Von Beginn des Festes am Vorabend bis zum nächsten Abend wird weder gegessen noch getrunken, und auch Körperhygiene ist auf ein Mindestmaß beschränkt. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Gebet in der Synagoge. Festliche weiße Kleidung soll Reinheit symbolisieren, aber auch an weiße Totengewänder erinnern.

Bevor man in den Gottesdienst geht, sollen Gläubige eine Kerze für verstorbene Angehörige anzünden, die dann 24 Stunden brennen soll. Das Ende des Tages wird mit einem festlichen Mahl gefeiert. Dabei wünscht man sich ein gutes Jahr.

In Israel wird an Jom Kippur auch der Opfer des Krieges von 1973 gedacht, als Ägypten und Syrien das Land angegriffen hatten.

Quelle: Zentralrat der Juden Deutschland

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