Am Dienstag lief die vorerst letzte Folge von „Joko und Klaas gegen ProSieben“. Die Moderatoren haben wieder 15 Minuten Live gewonnen – und die Vorfreude auf das TV-Event ist groß. Einige Stunden vor der Show twitterten Joko und Klaas ein geheimnisvolles Logo: die Profile der beiden Entertainer in edlem Gold, darunter der Slogan „JK doing things since2009“ (“JK machen Sachen seit 2009“). Der Tweet dazu lautet: „Geld investieren ergibt wieder Sinn.“ Fans und der Sender ProSieben geben sich ratlos – was soll das denn bedeuten?

Vielleicht eine Kombination der beiden letzten 15 Minuten Live? In einer Folge verschenkten Joko und Klaas Geld an Fremde, in der anderen ließen sie Initiatoren von Wohltätigkeitsprojekten zu Wort kommen. Eine Viertelstunde vor Sendetermin twitterte das Duo, sie seien übrigens auch Erfinder. Die Spannung stieg.

Joko und Klaas stellen Weltneuheit vor: den „Entkräfter Pro Max“

Pünktlich um 20:15 Uhr ging es los: Das lächerliche Intro (Comic Sans lässt grüßen) wird abgespielt, dann tauchen Joko und Klaas im Partnerlook (schwarze Pullis) auf und verkünden, sie hätten eine Weltneuheit entwickelt: „Wenn Sie es wollen, kommt unser Gerät heute noch auf den Markt.“

Danach werden zu Bob Dylans „The Times They Are A-Changin’“ minutenlang Clips mit AfD-Politikern eingespielt, die rassistische Äußerungen von sich geben, dazwischen Bilder von rechten Demos.

Nun wird die „Weltneuheit“ mittels Werbeclip vorgestellt: der „Entkräfter Pro Max“. Das kleine schwarze Gerät gibt zu verschiedenen rechten Parolen sachlich richtige Argumente von sich, die diese entkräften: „Der Automat von heute gegen den Populismus von gestern!“

15 Minuten Live: Verkauf des Entkräfters über eigene Homepage

Sogar eine eigene Homepage gibt es für den Entkräfter - dort kann man ihn für zehn Euro (zuzüglich Versand) bestellen - zumindest in der Theorie. Klickt man auf den entsprechenden Link, passiert jedoch nichts. Sobald 1000 Bestellungen zusammenkommen, wollen Joko und Klaas das Gerät produzieren.

Kurz nach Erwähnung der Homepage war diese bereits überlastet. Und bereits um 20:26 Uhr verkündete Joko stolz, dass die ersten 1000 Bestellungen erreicht seien.

Am Ende wurden die beiden aber nochmal ernst und positionierten sich klar gegen Rassismus: „Jeder kann und soll in einer Demokratie seine Meinung vertreten. (...) Wenn ihr aber komplexe gesellschaftliche Sachverhalte auf Parolen reduzieren wollt, (...) dann könnt ihr euch in Zukunft gerne mit dieser Plastikbox auseinandersetzen“, sagte Klaas.

Positive Reaktionen im Netz für die Aktion von Joko und Klaas

Viele Twitter-User spendeten virtuellen Beifall für die Aktion der beiden Entertainer.

„Besser kann man 15 Minuten Sendezeit nicht nutzen“, schreibt eine Userin, ein anderer twittert „Danke. Einfach danke. <3“

Für alle, die um 20:15 Uhr nicht vor dem Fernseher sitzen konnten, hat ProSieben Gnade gezeigt: Der Sender will die Sendung auch später online zur Verfügung stellen.

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