Jane Goodall ist tot: Weltbekannte Schimpansen-Forscherin stirbt mit 91 Jahren

Die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall ist im Alter von 91 Jahren verstorben.
dpa, Sven HoppeDie britische Verhaltensforscherin Jane Goodall ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Das bestätigte das Jane Goodall Institut am Dienstag auf Instagram. In einer ersten Würdigung hieß es, Goodalls Entdeckungen hätten die Wissenschaft „revolutioniert“. Zudem habe sie sich „unermüdlich für den Schutz und die Wiederherstellung unserer natürlichen Umwelt“ eingesetzt.
Revolution in der Primatenforschung
Jane Goodall wurde durch ihre bahnbrechenden Beobachtungen von Schimpansen im Gombe Stream Nationalpark in Tansania weltberühmt. Dort lebte sie über 25 Jahre lang Seite an Seite mit wilden Menschenaffen. Ihr entscheidender Durchbruch gelang, als sie entdeckte, dass Schimpansen nicht nur Werkzeuge benutzen, sondern diese auch selbst herstellen – eine Erkenntnis, die das damalige Verständnis von Tieren und ihrer Intelligenz grundlegend veränderte.
Einsatz für Naturschutz und Artenvielfalt
Nach ihrer Rückkehr 1986 widmete sich Goodall verstärkt dem Umweltschutz und der Erhaltung der Lebensräume von Menschenaffen. Weltweit setzte sie sich für den Schutz bedrohter Arten und die Aufklärung über den Klimawandel ein. Ihr Institut wurde zu einer wichtigen Stimme im globalen Kampf für Nachhaltigkeit und Biodiversität.
Jane Goodalls Vermächtnis
Goodalls Lebenswerk hat nicht nur die Primatenforschung geprägt, sondern auch das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Mensch, Tier und Natur geschärft. Bis ins hohe Alter war sie als Rednerin, Autorin und Aktivistin aktiv. Ihr Vermächtnis lebt in den Projekten ihres Instituts und in den Generationen von Forschenden und Naturschützer:innen weiter, die sie inspiriert hat.
