Jana Pallaske trauert um Lebensgefährten
: „Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen“

Jana Pallaske (47), die sich selbst Jana Urkraft nennt, durchlebt eine schwere Zeit. Die Schauspielerin und Musikerin hat ihren Lebensgefährten verloren.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Die Schauspielerin Jana Pallaske 2016 in München bei der Premiere des Films "Burg Schreckenstein".

Die Schauspielerin Jana Pallaske 2016 in München bei der Premiere des Films "Burg Schreckenstein".

picture alliance / Tobias Hase/dpa | Tobias Hase

Bereits am 10. Oktober meldete sich Jana Pallaske mit einem emotionalen Reel auf Instagram zu Wort. Darin war sie weinend zu sehen. Dazu schrieb sie, ihr sei der für sie – neben ihrer Mutter – kostbarste Mensch „brutal plötzlich entrissen“ worden. Es sei „das herbste derbste, krasseste & härteste“, was sie in ihrem bisherigen Leben erlebt habe.

Während der Ausstrahlung ihrer zuletzt gedrehten TV-Show hatte Pallaske ihren Schicksalsschlag bewusst für sich behalten. Sie habe nicht riskieren wollen, dass man ihr vorwerfe, eine „Mitleidskarte“ zu spielen. Doch der Verlust habe sie tiefgreifend verändert und ihr gesamtes Leben auf den Kopf gestellt.

„Die ersten zwei Wochen lag ich einfach nur komplett ausgeknockt da“

Zwei Tage später, am 12. Oktober, teilte Pallaske ein Bild einer Gedenkstätte. Sie bedankte sich für die zahlreichen Beileidsbekundungen und beschrieb, wie schwer es ihr falle, den Tod ihres Partners überhaupt zu begreifen.

„Die ersten zwei Wochen lag ich einfach nur komplett ausgeknockt wie eine Flunder da“, schrieb sie. Lange habe sie unter Schock gestanden. Besonders quälend sei die Erkenntnis gewesen, dass der Mensch, mit dem sie ihr Leben geteilt habe, plötzlich nicht mehr da sei.

Am 18. Oktober veröffentlichte die Schauspielerin ein weiteres Reel, in dem sie am Strand singt und auf einer schamanischen Trommel spielt. Dazu erinnerte sie sich an den Beginn ihrer Beziehung: An dem Tag, an dem sie zusammengekommen seien, hätten sie einen Regenbogen gesehen und diesen als Zeichen gedeutet.

Auch von der schmerzhaften Rückkehr an einen Ort, an dem sie eigentlich gemeinsam Zeit verbringen wollten, berichtete Pallaske. Dort hätten noch immer die persönlichen Gegenstände ihres Partners gelegen: seine Kleidung, sein Hut, sein Lieblingsschal und sogar seine Zahnbürste.

„Wie kann das sein, dass all diese ‚materiellen‘ Sachen noch da sind – aber der Mensch nicht mehr?“, fragte sie verzweifelt.

Besonders bewegend: Sie habe eines seiner Shirts so lange getragen, bis sein vertrauter Geruch vollständig verschwunden gewesen sei.

„Er ist gestorben“ – Jana Pallaske spricht über den Verlust

Am 1. November fand Jana Pallaske schließlich deutliche Worte für das, was ihr widerfahren ist. In einem weiteren emotionalen Reel zeigte sie gemeinsame Bilder mit ihrem verstorbenen Lebensgefährten sowie Aufnahmen von sich selbst am Strand, wo sie ihrer Verzweiflung freien Lauf lässt und „Why?“ („Warum?“) schreit.

Lange habe sie die Realität nicht akzeptieren können. Sie habe gehofft, jemand würde sie aus diesem Albtraum aufwecken oder ihr sagen, dass alles nur ein Irrtum gewesen sei. Zeitweise habe sie sogar noch nach ihrem Partner Ausschau gehalten, als könne er jeden Moment wieder auftauchen.

Doch inzwischen müsse sie anerkennen: „Der Mensch den ich liebte, mit dem ich mein Leben teilte, ist einfach NICHT MEHR DA.“

Besonders schmerzhaft sei für sie die Endgültigkeit des Abschieds. Nie wieder gemeinsam lachen, sich umarmen, essen, singen, tanzen oder reisen. Dabei hätten sie noch so viele gemeinsame Träume und Pläne gehabt.

„Mir wurde wirklich der Boden unter den Füßen weggezogen. Meine gesamte Realität ist irgendwie zerschmettert“, beschreibt die 47-Jährige ihren Zustand. Sie fühle sich wie „ein riesiger Klumpen Schmerz“.

Mit ihren Erinnerungen will sie ihren Partner ehren

Dass sie nun auch gemeinsame Bilder veröffentlicht, hat für Jana Pallaske einen besonderen Grund. Ihr Lebensgefährte habe sich gewünscht, dass sein Leben und ihre gemeinsame Geschichte gewürdigt werden.

Sie beschreibt ihn als den mutigsten Mann, dem sie je begegnet sei. Er habe ein außergewöhnlich großes Herz gehabt und sich getraut, bedingungslos zu lieben.

Mit ihren offenen Beiträgen möchte Pallaske nicht nur ihrem verstorbenen Partner gedenken, sondern auch anderen Menschen Mut machen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Sie wolle zeigen, dass niemand mit diesem Schmerz allein sei und dass es möglich sei, auch schwere Schicksalsschläge zu bewältigen.

Gleichzeitig bittet sie ihre Follower um Geduld. Ihre Trauer sei ein zutiefst persönlicher Prozess, über den sie nur Schritt für Schritt und in ihrem eigenen Tempo sprechen könne.