Iran-Proteste: Gibt es Reisewarnungen für Urlaubsländer in der Region?

Demonstranten verbrennen die iranische Nationalfahne während einer Kundgebung zur Unterstützung der landesweiten Massenproteste gegen die Regierung im Iran.
Michel Euler/dpaFür den Iran gilt eine klare Reisewarnung und Ausreiseaufforderung des Auswärtigen Amts. Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. Grund ist die sehr angespannt eingeschätzte Sicherheitslage mit anhaltenden Demonstrationen und der Gefahr willkürlicher Verhaftungen. Die deutsche Botschaft in Teheran kann derzeit nur eingeschränkt konsularische Hilfe leisten. Diese Reisewarnung ist auf der offiziellen Seite des Auswärtigen Amts dokumentiert und wurde zuletzt zum 13. Januar 2026 aktualisiert.
Lage in anderen beliebten Reiseländern
Vereinigte Arabische Emirate - Dubai/Abu Dhabi
Für Dubai, Abu Dhabi und die VAE insgesamt gibt es derzeit keine ausdrückliche Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Sicherheitslage wird als stabil beschrieben und von Reisen wird aktuell nicht generell abgeraten. Die Hinweise zu Reise und Sicherheit in den VAE wurden zuletzt im Sommer 2025 entschärft, nachdem eine allgemeine Abwesenheit von Reisewarnungen bestätigt worden war. Allerdings weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass trotz der Waffenruhe zwischen Iran und Israel eine erneute Verschärfung der Lage in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden kann.
Türkei
Für die Türkei gibt es keine aktuelle oder generelle Reisewarnung wegen des Iran-Konflikts auf der offiziellen Seite des Auswärtigen Amts. Die Türkei wird weiterhin als grundsätzlich sicheres Reiseland geführt. Allerdings gibt es in der Sicherheitslagebeschreibung Hinweise, dass aufgrund der regionalen Konflikte spontane Proteste oder Ausschreitungen nicht völlig ausgeschlossen werden können, was Reisende vor Ort beachten sollten.
Ägypten
Für Ägypten existieren Teilreisewarnungen oder Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Diese beziehen sich vor allem auf bestimmte Regionen und Risiken wie Terrorgefahr oder Unruhen. Das betrifft auch Gebiete im Nordwesten des Landes und in der Nähe des Roten Meeres. In den klassischen Urlaubszentren am Roten Meer wie Hurghada oder Marsa Alam bestehen in der Regel keine ausdrücklichen Reisewarnungen, aber verstärkte Sicherheitshinweise und Empfehlungen, Menschenansammlungen zu meiden.
Reisewarnungen des Auswärtigen Amts sind keine Verbote, sondern starke Empfehlungen, Reisen zu verschieben oder zu vermeiden, wenn ein erhebliches Gefährdungsrisiko besteht. Sie können für Versicherungsfragen oder Veranstalterentscheidungen relevant sein.
