Influencer attackiert Ariana Grande: Gericht in Singapur verhängt Gefängnisstrafe

Ariana Grande wurde bei der Premiere von „Wicked: Teil 2“ in Singapur von einem Influencer attackiert. Dieser muss nun ins Gefängnis.
dpa/Invision, Scott A GarfittEin australischer Influencer wurde wegen seines Angriffs auf Sängerin Ariana Grande zu neun Tagen Haft verurteilt. Der Vorfall ereignete sich vergangene Woche bei der Premiere von „Wicked: Teil 2“ in Singapur und sorgte weltweit für Empörung.
Was ist passiert?
Während der Filmpremiere am 13. November in den Universal Studios Singapur sprang der Influencer Johnson Wen über eine Absperrung und stürmte auf Ariana Grande zu. Er legte seinen Arm um die sichtlich überraschte Sängerin, bevor Sicherheitskräfte eingriffen. Cynthia Erivo, Grandes Co-Star bei „Wicked“, schritt sofort ein und löste den Mann von der Sängerin.
Vor Gericht sagte die Staatsanwaltschaft, dass Wen zwei Mal versuchte, über die Absperrung zu springen. Beim zweiten Versuch wurde er zu Boden gebracht und festgenommen.
Gerichtsurteil in Singapur: Neun Tage Gefängnis
Ein Gericht in Singapur befand Wen wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ (public nuisance) für schuldig. Der 26-Jährige muss neun Tage in Haft. Zunächst war berichtet worden, dass lediglich eine Geldstrafe drohe – doch die Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnisstrafe, da der Influencer als „serial intruder“ bekannt sei.
Laut Medienberichten hat Wen bereits mehrfach Konzertbühnen und Events gestürmt, darunter:
- ein Katy-Perry-Konzert im Juni
- ein Auftritt von The Weeknd im August
- mehrere Sportveranstaltungen in Australien
Kritik und Vorwürfe der Retraumatisierung
Wen veröffentlichte nach dem Vorfall sogar ein Video auf Instagram, in dem er Ariana Grande „für den Sprung auf den gelben Teppich“ dankt. Die Resonanz war heftig: Zahlreiche Nutzer warfen ihm vor, die Sängerin retraumatisiert zu haben. Grande leidet seit dem Terroranschlag auf ihr Konzert in Manchester 2017 öffentlich unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
Ein Fan kommentierte: „Nach all dem Trauma, das Ari durchgemacht hat, ist das so respektlos. Du solltest dich schämen.“
Warum der Fall weltweit für Aufsehen sorgt
Der Vorfall löste nicht nur Empörung über mangelnden Respekt gegenüber Stars aus, sondern verstärkte auch die Diskussion um Sicherheitslücken auf roten Teppichen und bei öffentlichen Veranstaltungen. Viele forderten, Wen aus Singapur auszuweisen.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Wen den Vorfall bewusst filmte und teilte, um online Reichweite zu generieren.
Ariana Grande äußert sich nicht öffentlich
Ariana Grande hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert und trat am Wochenende weiterhin auf Events in Los Angeles auf. Cynthia Erivo jedoch spielte in einem Interview deutlich auf die Attacke an und sagte: „Wir haben in unserem Leben einiges durchgemacht… auch in dieser letzten Woche, seien wir ehrlich.“
Quelle: BBC

