Inflation auf dem Oktoberfest: So viel teurer ist die Maß als 2025

Bierpreisinflation auf der Wiesn.
Matthias Balk/dpaKurz vor dem Start des Oktoberfests 2026 steht fest: Für die Maß Bier müssen Wiesn-Besucher erneut tiefer in die Tasche greifen. In den gastronomischen Betrieben kostet ein Liter Bier in diesem Jahr zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Im vergangenen Jahr lag die Spanne noch zwischen 14,50 Euro und 15,80 Euro. Im Durchschnitt steigen die Bierpreise damit um 2,38 Prozent gegenüber 2025.
Das 191. Oktoberfest findet vom 19. September bis 4. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt.
In mehreren großen Festzelten kostet die Maß 15,90 Euro
Die Marke von 16 Euro bleibt beim regulären Wiesnbier zwar noch unangetastet – viel fehlt allerdings nicht mehr. Den höchsten Preis unter den großen Festhallen verlangen 2026 das Armbrustschützen-Festzelt, die Bräurosl und das Löwenbräu-Festzelt. Dort kostet die Maß jeweils 15,90 Euro. Im Armbrustschützen-Festzelt waren es 2025 noch 15,50 Euro, bei Bräurosl und Löwenbräu jeweils 15,40 Euro.
Etwas günstiger ist es unter anderem in der Augustiner-Festhalle. Dort steigt der Preis von 14,50 Euro auf 14,90 Euro. Im Hacker-Festzelt, Hofbräuhaus-Festzelt, Käfer Wiesn-Schänke, Marstall, Paulaner-Festzelt, Schottenhamel und Schützen-Festzelt werden jeweils 15,80 Euro für die Maß fällig.
Die Preissteigerungen liegen damit bei vielen großen Zelten im Bereich von 35 bis 50 Cent pro Maß.
Eine Sonderrolle spielt Kufflers Weinzelt: Dort wird ausschließlich Weißbier ausgeschenkt. Der Liter kostet 2026 18,40 Euro, nach 17,80 Euro im Vorjahr.
Auch kleinere Wiesn-Wirte erhöhen die Preise
Bei den sogenannten Mittelbetrieben zeigt sich ein ähnliches Bild. Beim Ammer kostet die Maß beispielsweise 14,95 Euro statt 14,50 Euro. Beim Glöckle-Wirt, Goldenen Hahn sowie bei Heinz Wurst- und Hühnerbraterei steigt der Preis jeweils auf 15,90 Euro.
Eine der deutlicheren Erhöhungen gibt es bei „Zur Bratwurst“: Dort werden 2026 15,70 Euro verlangt – 60 Cent mehr als die 15,10 Euro des Vorjahres. Nicht überall steigen die Preise allerdings. Im Wirtshaus im Schichtl bleibt die Maß mit 14,90 Euro genauso teuer wie 2025.
Auch auf der Oidn Wiesn reicht die Spanne von 14,80 Euro im Museumszelt bis 15,80 Euro im Festzelt Tradition. Im Volkssängerzelt bleibt der Preis unverändert bei 14,90 Euro.
Nicht nur Bier wird teurer
Wer auf alkoholfreie Getränke ausweicht, spart nicht zwangsläufig. Auch hier ziehen die Durchschnittspreise an. Ein Liter Tafelwasser kostet 2026 im Schnitt 11,13 Euro, nach 10,95 Euro im vergangenen Jahr. Für Spezi werden durchschnittlich 12,84 Euro statt 12,48 Euro verlangt, Limonade verteuert sich von 12,11 Euro auf 12,35 Euro pro Liter.
Die Bierpreise werden dabei nicht von der Stadt München festgelegt. Über die Höhe entscheiden die Gastronomen selbst. Die Stadt prüft die gemeldeten Preise allerdings auf ihre Angemessenheit und zieht dafür unter anderem die Preise großer gastronomischer Betriebe im Münchner Stadtgebiet zum Vergleich heran.
