„In die Sonne schauen“: Mascha Schilinski bringt Deutschland ins Oscar-Rennen

Mascha Schilinski, deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin, ist mit ihrem Film In die Sonne schauen die deutsche Hoffnung auf einen Oscar.
Stefanie RexMit dem Kino-Drama „In die Sonne schauen“ steht Deutschland 2025 eine große Oscar-Chance bevor. Regisseurin Mascha Schilinski wurde von der Fachjury auserwählt, um mit ihrem Werk im Wettbewerb um den begehrtesten Filmpreis der Welt anzutreten. Damit rückt eine junge Berliner Filmemacherin ins internationale Rampenlicht – und könnte der deutschen Filmkunst neuen Glanz verleihen.

Lena Urzendowsky als Angelika in einer Szene aus dem Film «In die Sonne schauen».
picture alliance/dpa/Neue Visionen Filmverleih„In die Sonne schauen“ – Inhalt und Handlung
Der Film „In die Sonne schauen“ startet am kommenden Donnerstag sowohl in Deutschland als auch international in den Kinos. Im Zentrum der Handlung stehen vier junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf demselben Bauernhof in der Altmark leben.
Dabei greift Schilinski tiefgründige Themen auf:
- häusliche Gewalt
- verdrängte Sehnsüchte
- generationenübergreifende Traumata
Mit poetischen Bildern und intensiven Charakterstudien zeichnet der Film ein vielschichtiges Drama, das bereits bei den Filmfestspielen in Cannes für Aufsehen sorgte. Dort erhielt Schilinski den Preis der Jury – ein erster Hinweis auf das große internationale Potenzial des Werks.
Warum „In die Sonne schauen“ für die Oscars nominiert ist
Die Auswahl traf die Organisation German Films, die als Auslandsvertretung des deutschen Films fungiert. Aus insgesamt fünf Bewerbern setzte sich „In die Sonne schauen“ durch und wird nun als offizieller deutscher Beitrag für den Oscar 2025 in der Kategorie „Bester internationaler Film“ eingereicht.
Diese Entscheidung zeigt, dass das Drama nicht nur künstlerisch überzeugt, sondern auch international anschlussfähig ist. Themen wie Gewalt, Identität und familiäre Prägungen besitzen universelle Relevanz – und erhöhen die Chancen auf eine Oscar-Nominierung.
Mascha Schilinski – Porträt einer Regisseurin
Die Regisseurin Mascha Schilinski wurde in Berlin als Tochter einer deutschen Filmemacherin und eines französischen Bauarbeiters geboren. Schon früh kam sie durch die Arbeit ihrer Mutter mit der Filmwelt in Berührung. Nach Studien in Drehbuchschreiben (Filmschule Hamburg Berlin) und Regie (Filmakademie Baden-Württemberg) etablierte sie sich schnell als aufstrebende Stimme im deutschen Kino.
„In die Sonne schauen“ ist laut imdb ihre vierte Spielfilm-Regiearbeit – und könnte nun der endgültige internationale Durchbruch werden.
Große Oscar-Hoffnung für Deutschland
Mit „In die Sonne schauen“ hat Mascha Schilinski ein intensives, künstlerisch wertvolles Drama geschaffen, das Deutschland 2025 in der Oscar-Saison vertreten wird. Die positive Resonanz bei Festivals, die starke thematische Tiefe und das wachsende Interesse am deutschen Autorenkino machen den Film zu einem echten Hoffnungsträger.
Ob es am Ende tatsächlich für einen Oscar reicht, bleibt abzuwarten – doch eines steht fest: Mascha Schilinski und ihr Film haben die deutsche Filmbranche schon jetzt ins weltweite Gespräch gebracht.
