Im Fürther „Kleebab“ können Bedürftige kostenlos essen, sagte der 42-Jährige: „Wir wollen teilen, was wir haben.“ Er und seine Mitarbeiter würden dabei nicht nachfragen, ob jemand wirklich bedürftig ist: „Wir wollen Menschen helfen und sie nicht blamieren.“ Da es ihm und seinem Geschäft gerade relativ gut gehe, sieht Othman seine Aktion als ganz natürlich an: „Wenn wir etwas geben können, wieso sollten wir es nicht tun?“ Er glaube daran, dass er im Gegenzug auch wieder etwas zurückbekommen werde, „nicht unbedingt von den Menschen, aber dann von Gott.“

Kein Geld für Brötchen

An manchen Tagen würden sich drei bis fünf Leute kostenlos bei ihm Essen holen, selten auch mal mehr, manchmal niemand. Auf die Idee sei er gekommen, als eine Frau ein Dönerbrot für 60 Cent nicht bezahlen konnte. „Da gibt es Menschen, die sich nicht einmal ein Brötchen leisten können“, sagte Othman. Diese wolle er unterstützen. Lob will er dafür nicht, sagte er, das sei nie sein Ziel gewesen: „Hauptsache, wir tun, was wir als Menschen tun können.“ Andere Lokale in der Region, die Ähnliches anbieten, kenne er nicht.