Hurrikan Ernesto aktuell
: Massive Stromausfälle in Puerto Rico

"Ernesto" hat Puerto Rico getroffen, und dabei das Stromnetz auf die Probe gestellt. Jetzt zieht der Hurrikan weiter.
Von
Philipp Staedele
Miami
Jetzt in der App anhören
This satellite image obtained from the National Oceanic and Atmospheric Administration shows Hurricane Ernesto at 13:40 Zulu on August 15, 2024. Ernesto, a Category 1 hurricane, is moving towards Bermuda prompting hurricane warnings and is forecast to pass near or over the island on August 17. Ernesto was located about 605 miles (975kms) south-southwest of Bermuda with maximum sustained winds of 85 mph (140 kph) and was moving north at 13 mph (20 kph). (Photo by Handout / NOAA/GOES / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / NOAA/GOES" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Das Satelitenbild von National Oceanic and Atmospheric Administration zeigt den Hurrikan Ernesto.

HANDOUT/AFP

Hurrikan "Ernesto" hält zurzeit die Karibik in Atem, jetzt ist der Hurrikan auf Puerto Rico getroffen. Alle Infos im Überblick.

Hurrikan "Ernesto": 600.000 Haushalte in Puerto Rico ohne Strom

Der zu einem Hurrikan hochgestufte Sturm „Ernesto“ hat im US-Außengebiet Puerto Rico zu massiven Stromausfällen geführt. Über 600.000 Haushalte waren nach Angaben des Strombetreibers Luma Energy vom Mittwoch ohne Strom. Der Sturm fegte in der Nacht über die Insel hinweg und wurde am Morgen zu einem Hurrikan der Stufe Eins von Fünf hochgestuft. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) sagte Regenfälle von örtlich bis zu 25 Zentimetern voraus.

Der Sturm erreichte demnach zudem eine anhaltende Windgeschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern. Wegen starker Regenfälle trat der Fluss Canovanas im Nordosten der Insel über die Ufer, wie der Sender Telemundo berichtete. Das NHC warnte zudem vor „erheblichen Überschwemmungen“ auch auf den Amerikanischen und Britischen Jungferninseln.

"Ernesto": In welche Richtung zieht der Hurrikan jetzt?

Es wurde erwartet, dass „Ernesto“ weiter nördlich über den Atlantik zieht und sich am Freitag oder Samstag dem britischen Überseegebiet Bermuda nähert, das etwa 800 Seemeilen von Puerto Rico entfernt liegt.

Schwere Hurrikans für 2024 erwartet

Die US-Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung (NOAA) sagt für dieses Jahr eine „außergewöhnliche“ Hurrikan-Saison voraus, da der Atlantik überdurchschnittlich warm ist. Je wärmer die Ozeane sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Bildung von Wirbelstürmen. Denn diese entstehen durch die Verdunstung des Wassers an der Meeresoberfläche, welche mit steigender Temperatur zunimmt. Dementsprechend ist auch der Klimawandel laut Experten ein wichtiger Grund dafür, dass tropische Wirbelstürme heftiger werden und schneller an Stärke zunehmen.